SpOn 23.03.2026
21:56 Uhr

Eggenfelden: Polizei ermittelt zu KZ-Tor-Nachbau vor Behörde in Niederbayern


Unbekannte haben vor einem Amtsgebäude in Eggenfelden eine selbst gefertigte Holzkonstruktion mit NS-Bezug installiert. Die Polizei ermittelt wegen Volksverhetzung.

Eggenfelden: Polizei ermittelt zu KZ-Tor-Nachbau vor Behörde in Niederbayern

Vor einem Amt in Eggenfelden im niederbayerischen Landkreis Rottal-Inn hat die Polizei einen Holztorbogen mit rechten Parolen und Symbolen entfernt. Bereits am Freitagmorgen gab es einen entsprechenden Einsatz vor einem Amt in Eggenfelden, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern in Straubing. Die zuständige Kriminalpolizeiinspektion in Passau ermittelt.

Medienberichten zufolge handelte es sich bei der selbstgefertigten Holzkonstruktion um einen Nachbau des Eingangstors des Konzentrationslagers Auschwitz. Auf dem oberen Teil befand sich die während der Zeit des Nationalsozialismus an mehreren Konzentrationslagern verwendete Aufschrift »Arbeit macht frei«.

Eingang des früheren Konzentrationslagers Auschwitz

Eingang des früheren Konzentrationslagers Auschwitz

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Der oder die unbekannten Täter hätten demnach auch Hakenkreuze aus Holzlatten in die Seitenteile des Tors eingearbeitet. Die Polizei baute das Holzgestell ab und stellte es sicher. Die Kriminalpolizei Passau ermittelt wegen Volksverhetzung und bittet die Bevölkerung um Hinweise.

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Bürgermeister Martin Biber zeigte sich erschüttert von dem Vorfall und sprach von einem Angriff auf grundlegende gesellschaftliche Werte, wie die »Passauer Neue Presse«  berichtet.

dtt/dpa