Die EU-Kommission bereitet eine Regelung vor, wonach aus China vom nächsten Jahr an nur noch 350.000 Hybridautos und Plug-in-Hybride in die EU importiert werden dürfen. Die Maßnahme soll zunächst vier Jahre lang gelten, jährlich dürfen die Importe um sechs Prozent steigen.
Die Zahl stellt vor dem Hintergrund der bisherigen Exporte eine wirksame Begrenzung dar. Brüssel geht davon aus, dass in diesem Jahr etwa 800.000 Hybridfahrzeuge aus China in die EU importiert werden. Damit, so die Schätzung, dürfte der Marktanteil chinesischer Hersteller bei Hybridautos in der EU um rund die Hälfte zurückgehen, der bislang rund zwölf Prozent betrage.
Die Einigung hatte EU-Handelskommissar Maros Sefcovic in der vergangenen Woche nach Verhandlungen mit Chinas Handelsminister Wang Wentao in Peking erzielt. Laut Sefcovic ist dies das erste Mal, dass China akzeptiert habe, seine Exporte zu mäßigen, ohne zuvor eine Phase von Handelsspannungen zu durchlaufen. Die Vereinbarung ist nach Angaben beider Seiten mit den Regeln der Welthandelsorganisation (WTO) vereinbar.
Die Verständigung könnte für die deutschen Autobauer den Druck durch die chinesische Konkurrenz etwas mindern. Denn Hybride sind inzwischen das größte Marktsegment in der EU. Im August waren mehr als 44 Prozent der neu zugelassenen Autos Hybride oder Plug-in-Hybride – also Autos, die einen Verbrennungsmotor mit einem Elektromotor und einer Batterie kombinieren, teils auch mit Ladeanschluss (Plug-in).
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