SpOn 14.10.2026
14:00 Uhr

Dynamo Dresden: Lars Bünning schildert Momente seiner Hirnblutung


Im Badezimmer seiner Eltern wurde es auf einmal »komisch«: Dresdens Verteidiger Lars Bünning erinnert sich an die Momente rund um seine Hirnblutung im Mai, deren Ursache inzwischen operativ entfernt wurde.

Dynamo Dresden: Lars Bünning schildert Momente seiner Hirnblutung

Dynamo Dresdens Innenverteidiger Lars Bünning hat sich erstmals öffentlich zu den genauen Umständen seiner Hirnblutung geäußert. Im Live-Podcast, im Gespräch mit seinem früheren Mitspieler Stefan Kutschke, sagte er: »Man muss ganz ehrlich sein, es ging um Leben und Tod. Das ist einfach so. Wenn nicht schnell genug gehandelt worden wäre, dann würde ich heute nicht hier sitzen und vor allem nicht in diesem Zustand.«

Die Ende Mai erlittene Hirnblutung kam laut dem 28-Jährigen »aus heiterem Himmel«. »Ich war auf dem Sprung zu einem Junggesellenabschied in Dublin, wollte mich bei meinen Eltern im Badezimmer fertigmachen. Doch dann wurde es komisch.«

Es sei gewesen, wie wenn man zu schnell aufsteht und der Kreislauf ein bisschen verrückt spielt. Es sei dann aber nicht weggegangen. »Ich stand da und konnte mich nicht mehr bewegen. Mein Körper war wie eingefroren«, so der Dresdner.

Bünning soll vor Schmerz geschrien haben

Mit schwindendem Bewusstsein habe er noch seine Frau anrufen können, die schnell Hilfe organisierte. Seine Schwägerin, die herbeigerufen worden war, erzählte ihm später von seinem immer schlechter werdenden Zustand: »Als ich am Boden lag, habe ich wohl vor Schmerzen geschrien. Mein persönliches Licht wurde ausgeknipst.«

Lars Bünning

Lars Bünning

Foto: Noah Wedel / IMAGO

Erst nach dem Abtransport mit einem Hubschrauber sei er aufgewacht, auf der Intensivstation. Dort habe sich der behandelnde Arzt gefragt: »Lebt er oder lebt er nicht?« Wegen noch vorhandener Schwellungen wurde Bünning in ein künstliches Koma versetzt. Erst als die Schwellungen zurückgegangen waren, wurde die Notoperation vorgenommen.

Wie Bünning später erfuhr, blockierte eine angeborene Fehlbildung die Blutzirkulation in seinem Kopf. Diese sei nun aber vollständig entfernt worden. Er gelte als geheilt. Der vorerst letzte operative Eingriff folgt am 1. Dezember. Ein Stück Schädelplatte, das nach dem Vorfall entfernt wurde, wird wieder eingesetzt. Auf dem Weg zum angestrebten Comeback gehe es aktuell aber nur um »kleine Treppenstufen, die man hochsteigt«, so Bünning.

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Bünning spielt seit 2023 in Dresden und war als Stammspieler maßgeblich am Aufstieg der Mannschaft 2025 in die Zweite Bundesliga beteiligt. Sein Vertrag beim Tabellen-16. läuft nur bis zum Saisonende.

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luc/sid