Bernhard Zand, SPIEGEL:
»Hier oben ist gerade etwas sehr Ungewöhnliches zu sehen: eine Maschine der Emirates Airlines hier in Dubai am Persischen Golf. Wenn man zurzeit mit Menschen hier in Dubai spricht und sie hören dieses Geräusch hier oben, nämlich das bekannte, in Dubai sehr bekannte Geräusch einer zivilen Maschine, sind sie sehr beruhigt und halten das für ein gutes Zeichen. Nämlich ein Zeichen dafür, dass es gerade keine Drohnengefahr oder keine Raketengefahr gibt. Die Vereinigten Arabischen Emirate hier sind von über 2000 solchen Angriffen bedroht gewesen. Die meisten davon konnten abgewehrt werden, aber die Menschen sind natürlich hier beunruhigt und freuen sich, wenn ein großer Jet hier rausfliegt, vom Flughafen Dubai, weil das ein sicheres Zeichen dafür ist, dass die Situation relativ entspannt ist.«
Das gilt aber nur für den Moment. Wie es weitergeht im Irankrieg, ist völlig unklar. Ebenso, was Donald Trump vorhat. Der US-Präsident hatte in den vergangenen Tagen angekündigt, sein Land verhandle bereits mit Iran. Das iranische Regime dementierte und mokierte sich über Donald Trump am vergangenen Sonntag auf seine ganz eigene Art.
Ebrahim Zolfaghari, Sprecher iranisches Militär:
»Hey Trump, du bist gefeuert! Dieser Satz kommt dir sicher bekannt vor. Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit in dieser Angelegenheit.«
Die USA bereiten derweil die Entsendung weiterer Truppen in die Region vor. Im Gespräch ist auch die berüchtigte 82. Luftlandedivision, eine Fallschirmjäger-Elitetruppe. Ist das ein Hinweis für eine bevorstehende, noch größere militärische Eskalation?
Bernhard Zand, SPIEGEL:
»Die Verbitterung hier ist groß, in erster Linie natürlich Iran gegenüber, der ein Land, die Vereinigten Arabischen Emirate, ein Emirat wie Dubai, beschossen hat, mit Drohnen, es vielleicht noch einmal tut. Aber man hat zumindest unter den Menschen hier auch den Eindruck, dass sie sehr genervt sind von Donald Trump und dem Umstand, dass er sie alle hier erstens in diese Lage gebracht hat und so im Ungewissen lässt darüber, was nun als Nächstes passieren wird.«