SpOn 02.05.2026
05:07 Uhr

Donald Trump nicht zufrieden mit neuem Vorschlag zu Kriegsende aus Iran


Der US-Präsident lehnt den jüngsten iranischen Verhandlungsvorschlag ab und bekräftigt, Iran dürfe keine Atomwaffen besitzen. Beide Seiten verhandeln laut Trump telefonisch weiter – unter Vermittlung Pakistans.

Donald Trump nicht zufrieden mit neuem Vorschlag zu Kriegsende aus Iran

US-Präsident Donald Trump hat sich unzufrieden gezeigt mit dem jüngsten iranischen Vorschlag für Friedensgespräche. Die Führung in Teheran wolle zwar eine Einigung, er könne ​deren Forderungen aber nicht zustimmen, sagte Trump am Freitag in Washington. Zudem sei die iranische Führung stark zersplittert. Details zum neuen Vorschlag aus Teheran wurden zunächst nicht genannt.

Trump lobte die ‌Vermittlungsbemühungen Pakistans und erklärte, die telefonischen Verhandlungen dauerten an. Irans Außenminister Abbas Araghchi erklärte, Voraussetzung für Verhandlungen sei, dass die USA von ihrem maßlosen Ansatz, ihrer drohenden Rhetorik und ihren provokanten Handlungen abrückten. Die iranischen Streitkräfte blieben bereit, das Land zu verteidigen.

Die Nachricht über den neuen iranischen Vorschlag hatte die Ölpreise leicht sinken lassen. Sie ​liegen aber weiter deutlich über der Marke von 100 Dollar pro Barrel (Fass). Seit dem 8. April gilt in dem ⁠Konflikt eine ⁠Waffenruhe. Berichte, wonach Trump über Pläne für neue Militärschläge unterrichtet werden sollte, um Iran an den Verhandlungstisch zu zwingen, hatten die Ölpreise am Donnerstag zeitweise auf ein Vierjahreshoch getrieben.

Irans Außenminister Abbas Araghchi: Kritik an drohender US-Rhetorik

Irans Außenminister Abbas Araghchi: Kritik an drohender US-Rhetorik

Foto: Gavriil Grigorov / ITAR-TASS / IMAGO

Iran hat Insidern zufolge ‌seine Flugabwehr aktiviert und plant eine umfassende Reaktion im Falle eines Angriffs. ​Die Führung in Teheran ‌gehe von einem kurzen, intensiven US-Schlag aus, auf den möglicherweise ein Angriff Israels folgen könnte, sagten iranische Insider.

Auf die Frage nach seinen Optionen erklärte Trump, er wolle eine Einigung. Einen vernichtenden Militärschlag lehne er aus menschlichen Gründen ab. Trump bekräftigte, Iran dürfe keine ‌Atomwaffen besitzen.

US-Regierung umgeht Frist

Der US-Präsident Donald Trump hatte die Kampfhandlungen in Iran am Freitag in einem Brief an den US-Kongress für beendet erklärt. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen Iran und den USA gegeben, heißt es in einem von Trump unterzeichneten Brief des Weißen Hauses. »Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet.«

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Hintergrund ist die War Powers Resolution von 1973. Diesem Gesetz zufolge darf der Präsident maximal 60 Tage lang die Offensive befehligen – dann braucht er die förmliche Zustimmung des Parlaments. Die Frist von 60 Tagen war am Freitag ausgelaufen – mehr dazu hier.

Aufgrund der stockenden Friedensverhandlungen ist auch die Straße von Hormus immer noch geschlossen. Nach einem Bericht der britischen Marine passieren derzeit täglich weniger als zehn Schiffe die Meeresenge. Vor der Blockade durch das iranische Regime fuhren etwa 130 Schiffe täglich hindurch.

hda/Reuters