US-Präsident Donald Trump stellt in Aussicht, US-Truppen aus Deutschland nach Polen zu verlegen. Das sei möglich, sagte Trump. Er habe eine »großartige Beziehung« zu Polens Präsident Karol Nawrocki. Der rechtskonservative Staatschef hatte vor wenigen Tagen seine Bereitschaft bekräftigt, US-Soldaten aufzunehmen. »Wir haben die dafür erforderliche Infrastruktur«, sagte Nawrocki. »Ich werde Trump dazu ermutigen, dass diese Soldaten in Europa bleiben.« In welchem Land er sie stationiere, sei die Entscheidung des US-Präsidenten.
Die US-Regierung hat kürzlich einen Teilabzug von Soldaten aus Deutschland angeordnet. Rund 5000 Streitkräfte der Vereinigten Staaten sollen in den nächsten sechs bis zwölf Monaten verlegt werden – nach Trumps Worten könnten es am Ende sogar »weit mehr« sein. Mit dem Manöver bestraft Trump Deutschlands kritische Haltung zum Irankrieg.
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US-Außenminister Marco Rubio deutete am Freitag während eines Besuchs in Italien an, eine Entscheidung des US-Präsidenten über die US-Truppen in Europa stehe noch aus. Trump hatte auch Italien und Spanien mit dem Abzug von US-Truppen gedroht, weil die beiden Länder dem US-Militär verboten hatten, US-Stützpunkte für Angriffe im Irankrieg zu nutzen.
Im Fall Italiens geht es um den Stützpunkt Sigonella auf Sizilien. Italien hatte der US-Armee einen Waffentransport für den Irankrieg über die Luftwaffenbasis verweigert . Trump sagte deshalb über die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, er sei »enttäuscht über ihren Mangel an Mut«.
Das Nato-Mitglied Polen hofft seit Langem auf eine größere ständige US-Militärbasis im Land. Besonders groß war diese Hoffnung 2003, als die USA in den Irak einmarschierten. Polen gehörte damals anders als Deutschland zur »Koalition der Willigen«. In dem Land rechnete man sich deshalb zeitweise gute Chancen auf eine Verlegung der US-Basis Ramstein nach Polen aus.
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Bei Nawrockis Antrittsbesuch im Weißen Haus im vergangenen Herbst hatte Trump dem rechtskonservativen Staatschef zugesichert, keine US-Soldaten aus Polen abzuziehen. Sollte Warschau dies wünschen, könnten es sogar mehr werden, sagte Trump.
Weniger US-Truppen, keine neuen Mittelstreckenraketen: Der Zorn des US-Präsidenten trifft Deutschland, der Kurs von Friedrich Merz ist gescheitert. Da hilft auch sein Außenminister nicht. Mehr über Trumps Rache an Deutschland und wie die Bundesregierung in Beschwichtigungen verharrt, lesen Sie hier .
