SpOn 26.03.2026
17:34 Uhr

Donald Trump: US-Präsident erhält »Amerika zuerst«-Preis von eigener Partei


Das Nobelpreiskomitee ignoriert Trumps angebliche Erfolge als globaler Friedensstifter, der Irankrieg gerät zum Fiasko. Immerhin wissen die Parteifreunde des US-Präsidenten dessen Leistungen zu würdigen.

Donald Trump: US-Präsident erhält »Amerika zuerst«-Preis von eigener Partei

Als Donald Trump eine Uno-Alternative gründen wollte, meldeten sich prominente Trump-Fans  wie die Regierungschefs von Argentinien, Israel und Ungarn, außerdem Länder wie die Türkei, Saudi-Arabien, Katar und Pakistan. Der Rest schaute angestrengt weg. Ebenso wie das Nobelpreiskomitee in Norwegen, dass Trumps behauptete Erfolge trotz berichteter Drohungen konsequent ignorierte.

Nun wurde der US-Präsident mit einer anderen Auszeichnung gewürdigt – von seiner eigenen Partei. Die Republikaner verliehen dem 79-Jährigen bei einer Spendengala in Washington den »Amerika zuerst«-Preis (America First Award). Der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, sagte, die Partei würdige damit Trumps Führungsqualitäten.

»Eine wunderschöne goldene Statue«

»Wir ehren ihn mit einer neuen Auszeichnung«, sagte Johnson weiter. »Das ist eine wunderschöne goldene Statue, passend zum neuen, Goldenen Zeitalter in Amerika.« Die Statue zeigt einen Adler mit ausgebreiteten Flügeln im Anflug auf Beute. Trump hatte den Bürgerinnen und Bürgern der USA in seiner Antrittsrede im Januar 2025 ein »Goldenes Zeitalter« versprochen.

US-Präsident Trump, Fifa-Präsident Gianni Infantino bei der Verleihung des Fifa-Friedenspreises (im Dezember 2025)

US-Präsident Trump, Fifa-Präsident Gianni Infantino bei der Verleihung des Fifa-Friedenspreises (im Dezember 2025)

Foto: Will Oliver / EPA

Die Prunksucht des Präsidenten wurde seitdem immer wieder zitiert. Nicht zuletzt von den Inneneinrichtern des Weißen Hauses, das seit Trumps Rückkehr zunehmend mit Kitsch verkrempelt wurde. Auch die US-Hauptstadt Washington selbst soll nach seinen Vorstellungen umgeformt werden. Der Personenkult macht selbst vor Nationalparkpässen nicht halt – und hat auch politische Motive. 

Die Würdigungen des zunehmend entrückt auftretenden US-Präsidenten füllen längst auch einen eigenen Wikipedia-Artikel . Offene Korruption und Geschäftemachereien, wie sie unter ihm üblich geworden sind, werden dort allerdings nicht näher benannt.

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Im Dezember verlieh der Weltfußballverband Fifa Trump einen eigens geschaffenen »Friedenspreis«. Zuvor hatte sich Trump immer wieder lautstark beschwert, weil er bei der Vergabe des Friedensnobelpreises leer ausgegangen war.

jpe/AFP