SpOn 10.07.2026
11:40 Uhr

Deutsche Bahn sperrt Strecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf, Hamburg-Hannover wieder frei


Im Westen springt die Deutsche Bahn von einer Generalsanierung zur nächsten. Aber es gibt auch gute Nachrichten für Reisende.

Deutsche Bahn sperrt Strecke zwischen Wiesbaden und Troisdorf, Hamburg-Hannover wieder frei

Hier atmen Bahnreisende auf, dort müssen sie Geduld aufbringen: Die Deutsche Bahn gibt am Abend die Strecken Köln-Wuppertal-Hagen und Hamburg-Hannover wieder frei.

Gleichzeitig beginnt die Generalsanierung der Strecke von Troisdorf (NRW) in die hessische Hauptstadt Wiesbaden. Genau wie zuletzt rund um Wuppertal müssen Reisende rund fünf Monate lang auf Ersatzbusse umsteigen. Die Strecke wird für die Bauarbeiten voll gesperrt. Bis Mitte Dezember sollen unter anderem Gleise, Weichen, Oberleitungen, Signaltechnik, Brücken, Tunnel, Bahnübergänge und Bahnhöfe erneuert und modernisiert werden .

Die Bahn hat als Ziel der Maßnahme ausgegeben, die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit des Bahnverkehrs zu verbessern. In die Korridorsanierung der rechten Rheinstrecke, die unter anderem durch den Rheingau und das Mittelrheintal verläuft, fließen demnach rund 1,6 Milliarden Euro. An anderen Stecken sind die Sanierungen bereits abgeschlossen:

  • Ab Freitagabend, 21 Uhr, fahren zwischen Köln, Wuppertal und Hagen wieder Bahnen. Der Konzern tauschte in den vergangenen Monaten 81 Kilometer Gleise aus und erneuerte 50 Weichen und 29 Kilometer Oberleitung. Außerdem wurden Schallschutzwände gebaut und zwölf Bahnhöfe saniert. Dafür hat die Bahn nach eigenen Angaben 800 Millionen Euro investiert.

  • Ebenfalls ab Freitagabend, 21 Uhr, fahren wieder Züge zwischen Hamburg und Hannover. Im Zuge der sogenannten Qualitätsoffensive der Deutschen Bahn wurde die gesamte Strecke zwischen beiden Städten für den Zugverkehr gesperrt. Fern- und Güterzüge wurden umgeleitet, im Regionalverkehr gab es ein Ersatzkonzept mit Bussen und einzelnen Zugangeboten auf Teilstrecken.

Die Verbindung zwischen Hamburg und Hannover zählt zu den am stärksten belasteten Bahnstrecken Deutschlands. Sie ist wichtig für den Fernverkehr zwischen Nord- und Süddeutschland, für Pendler sowie für den Güterverkehr vom und zum Hamburger Hafen.

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Mit einer sogenannten Qualitätsoffensive will die Bahn dringende Arbeiten bündeln, bevor die Strecke im Jahr 2029 umfassend saniert werden soll. Auch in Nordrhein-Westfalen gibt es große Pläne, insgesamt will die Bahn dort bis 2035 zehn Strecken generalsanieren.

Angeblich verhindert ein riesiger Sanierungsstau, dass die Bahn schnell wieder pünktlich wird. Doch es gibt noch ganz andere Gründe. Mehr dazu lesen Sie hier. 

hba/dpa