Viele Männer nutzen Christi Himmelfahrt für eine Bier- und Bollerwagentour – anlässlich des sogenannten Vatertags (lesen Sie hier mehr dazu). Dabei hat der Feiertag einen religiösen Ursprung. Dass er als Tag der Väter und damit als Pendant zum Muttertag gesehen wird, hat sich erst später etabliert.
Was wird an Christi Himmelfahrt tatsächlich gefeiert?
Gläubige feiern an dem Tag, dass Jesus zu »seinem Vater«, also Gott, zurückgekehrt ist. Himmelfahrt ist ein theologischer Begriff. Während die Auferstehung an Ostern gefeiert wird, geht es an Christi Himmelfahrt um die »Erhöhung« von Jesus. Das Fest soll damit an die theologische Aussage erinnern, dass Jesus mit der Himmelfahrt nun »zur Rechten Gottes« sitzt, wie es im Glaubensbekenntnis heißt .
In der Apostelgeschichte im Neuen Testament steht, dass Jesus noch 40 Tage nach seiner Auferstehung zu seinen Jüngern gesprochen habe . Dann sei er »vor ihren Augen emporgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken«. So bietet die Himmelfahrt eine Erklärung dafür, dass der Körper Jesu nach der Auferstehung nicht mehr bei den Menschen auf der Erde ist. Christi Himmelfahrt ist demnach eine Art Abschluss der Auferstehung.
Wann wird Christi Himmelfahrt gefeiert?
Christi Himmelfahrt wird am 40. Tag der Osterzeit, also 39 Tage nach dem Ostersonntag, gefeiert. Die Zeitspanne bildet das Pendant zur 40-tägigen Fastenzeit. Christi Himmelfahrt fällt immer auf einen Donnerstag und findet zehn Tage vor Pfingsten statt. Es ist einer von insgesamt neun bundesweit gültigen Feiertagen.
Laut einer Umfrage des Meinungsinstituts YouGov für die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) kennt knapp die Hälfte der Deutschen die religiöse Bedeutung nicht. Lediglich 31 Prozent der befragten Personen können sie »eher gut« beschreiben, 13 Prozent »sehr gut«. Ein Fünftel gab an, die Bedeutung »überhaupt nicht« erklären zu können.
Auch in unseren Nachbarländern Österreich, Schweiz, Dänemark, Niederlande, Luxemburg und Frankreich ist Christi Himmelfahrt ein gesetzlicher Feiertag. Das gilt nicht für klassische katholische Länder wie Italien, Polen oder Spanien.
