Die zum Tode verurteilte Christa Pike hat ihre Hinrichtung überlebt, nun erhält sie laut ihrem Anwalt Randy Spivey in einem Krankenhaus in Tennessee »lebensrettende Maßnahmen«, ihr Zustand sei kritisch. Ansonsten wisse ihr Anwaltsteam keine Details. Spivey sagte, die gescheiterte Hinrichtung komme »Folter« gleich.
Medienberichten zufolge kam es bei der Hinrichtung zu Problemen. Pike wurden demnach zwei Giftspritzen verabreicht. 40 Minuten später sei sie noch immer bei Bewusstsein gewesen. Medienvertreter seien schließlich aus dem Gebäude geführt worden.
Richter Kyle Hixson teilte später mit, dass Frau Pike nicht für tot erklärt worden sei. Die Justizvollzugsbehörde habe zudem die medizinische Notfallversorgung und den Transport von Pike in ein Krankenhaus angeordnet. Seither war nichts über ihren Zustand bekannt.
30 Jahre im Todestrakt
Pike wurde 1996 für den Mord an einer damals 19 Jahre alten Bekannten zum Tode verurteilt. Sie saß 30 Jahre im Todestrakt. Am Mittwoch hätte die Todesstrafe vollstreckt werden sollen. Eine Stunde vor dem Termin setzte ein Richter die Hinrichtung zunächst aus. Dann sollte sie aber doch vollstreckt werden .
Die Mutter des Mordopfers war als Zuschauerin bei der gescheiterten Hinrichtung dabei und bezeichnete die Szenen später als chaotisch. Dem Sender NBC News sagte sie: »They fucked up.«
Der republikanische Gouverneur Bill Lee sagte, der Vorfall sei »zutiefst beunruhigend«. Er ordnete eine unabhängige Untersuchung des Vorfalls an. Pikes Anwälte aber erklärten, dass eine solche Untersuchung nicht ausreiche. Sie fordern eine Umwandlung ihres Todesurteils, wie sie es bereits vor dem Hinrichtungstermin getan hatten.
Was Zeugen von der gescheiterten Hinrichtung berichten, lesen Sie hier .
