SpOn 17.05.2026
18:21 Uhr

Bulgarien: Bärin tötet Mann in Gebirge nahe Sofia - erstmals nach 16 Jahren


Erstmals nach 16 Jahren ist in Bulgarien ein Mensch nach einem Bärenangriff gestorben. Der Mann war in einem beliebten Ausflugsgebiet nahe der Hauptstadt Sofia unterwegs und hatte offenbar noch versucht, sich zu wehren.

Bulgarien: Bärin tötet Mann in Gebirge nahe Sofia - erstmals nach 16 Jahren

Eine Bärin hat in Bulgarien einen Mann getötet. Wie die Polizei laut der Nachrichtenagentur AFP am Sonntag mitteilte, wurde der Tote im Witoscha-Gebirge in der Nähe der Hauptstadt Sofia gefunden. Anhand der Verletzungen des Mannes gehen der Gerichtsmediziner und ein Wildtierexperte davon aus, dass der Mann von einer Bärin in Begleitung eines Jungtiers attackiert wurde. Über den Fall berichteten auch mehrere Newsportale unter Berufung auf den Fernsehsender BTV.

Die Leiche des Mannes, der laut dem Newsportal dnevnik.bg 35 Jahre alt war, wurde am Samstagnachmittag im Nordwesten des Witoscha-Gebirges nahe einer Straße zwischen zwei Berghütten in einer Höhe von 2295 Metern gefunden. Der Fundort ist eine halbe Autostunde von Sofia entfernt.

Der Mann habe Augenzeugenberichten zufolge vergeblich versucht, sich mit einem Stock zu verteidigen. Er war den Angaben zufolge am Samstag tot aufgefunden worden.

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Das Witoscha-Gebirge ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer aus Sofia und der Lebensraum zahlreicher wilder Tiere; neben Hirschen, Rehen, Wildschweinen und Wölfen leben dort auch etwa ein Dutzend Bären. In Bulgarien hatte sich der letzte tödliche Bärenangriff 2010 in den Rhodopen, einem Gebirge im Süden des Landes ereignet. Im nördlichen Nachbarland Rumänien etwa kommt es häufiger zu Vorfällen mit Braunbären.

In Bulgarien leben Schätzungen zufolge zwischen 300 und 500 Braunbären. Der tödliche Vorfall im bulgarischen Witoscha-Gebirge gilt als außergewöhnlich, da in Bulgarien Braunbären vielmehr in anderen Gebirgen zu finden sind.

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nis/AFP/dpa