SpOn 28.04.2026
15:10 Uhr

Benjamin Karl: Ehefrau von Olympiasieger wünscht sich Zeit und Lebensfreude - er sagt nein


In einem Podcast spricht Olympiasieger Benjamin Karl über seine Ehe und löst mit seinem Familienbild eine Welle der Entrüstung aus.

Benjamin Karl: Ehefrau von Olympiasieger wünscht sich Zeit und Lebensfreude - er sagt nein

Der Olympiasieger Benjamin Karl hat in einem Podcast  munter über seinen Neustart im Radsport geplaudert und dabei relativ schmerzbefreit sein Verständnis von Familie und Geschlechterrollen preisgegeben. Und das entspricht, so viel sei verraten, nicht ganz dem derzeitigen gesellschaftlichen Konsens von Gleichberechtigung. Nach einer Welle von Kritik bemüht sich der österreichische Ex-Snowboarder nun um Schadensbegrenzung.

Im Mindgames-Podcast hatte der 40-Jährige zuvor verraten, dass seine Frau Nina nach rund 20 Jahren, in denen sie seine Karriere mitgetragen hatte, plötzlich mehr Zeit und Lebensfreude für sich einforderte.

»Ich habe gesagt, das geht nicht. Finanziell bin ich der Verantwortliche für diese vier Mäuler. Wenn ich Termine habe, dann muss das Priorität haben. Weil das ist das, was unser Leben finanziert. Da muss sie schon zurückstecken. Da muss man so ehrlich sein.«

Gleichzeitig erinnert er daran, dass seine Frau genau das bekommen habe, was sie sich gewünscht hatte: Eine frühe Hochzeit, zwei Kinder, ein Haus, einen Pool. Offenbar Lebensfreude genug aus Karls Sicht. Seine Frau war offenbar anderer Meinung.

Trennung soll im Raum gestanden haben

Das Paar habe sich gestritten, zuletzt habe eine Trennung im Raum gestanden. Er habe seiner Frau gesagt, er würde es akzeptieren, wenn sie ihn nicht mehr unterstützen wolle – aber er könne nicht anders: »Das ist mein Leben, das macht mich glücklich.«

Am nächsten Morgen, gibt Karl an, war die Krise überwunden. Zumindest aus seiner Sicht. »In der Früh bin ich aufgewacht – sie war irgendwie ein anderer Mensch. Das hat sie bis heute noch nicht erklärt, was da in der Nacht in ihrem Kopf passiert ist. Seither ist es vom Tisch«, sagt Karl und plaudert sich danach munter weiter das von Seele, was er von Familie hält.

Kinder zu haben, findet er nämlich klasse. Sie seien extrem wichtig für die eigene Persönlichkeitsentwicklung, sagt er im Gespräch mit dem Mindgames-Host Lukas Riegler. Weil man lerne, dass man selbst nicht mehr die wichtigste Person sei. Etwa für die eigene Frau. Für ihn und seine Träume gilt das offenbar nicht. Denn diese nicht zu verfolgen, dass, so der 40-jährige Neuling im Radsport, das hätte er sich nie verziehen.

In den Kommentarspalten kamen Karls Äußerungen zu seinem Verständnis von Ehe und Familie nicht so gut an. Dass seine Träume offenbar mehr zählten als die seiner Frau, die er dafür mit der Care-Arbeit laut eigener Aussage häufig allein lasse, erzürnte dann doch viele Menschen, deren Geschlechterrollenbild nicht im vergangenen Jahrhundert verankert ist.

Mittlerweile hat der Sportler den Podcast offline nehmen lassen, berichtet der Betreiber am Dienstagvormittag.

Zuvor hatte Karl offenbar selbst versucht, den Shitstorm, den er mit seinen Äußerungen ausgelöst hatte, über Instagram einzufangen. Bereits Montag veröffentlichte er ein Video auf seinem eigenen Instagramkanal, indem er behelmt vom Fahrrad aus über »harte Zeiten«, seine »mentale Stärke« und seine Frau redet, die es ihm »nicht immer einfach mache«, aber mit ihm durch »dick und dünn« gehe.

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Danach fühlte sich der Radsportler offenbar berufen, das Bild erneut zu korrigieren. Am Morgen postete er zum Beweis ein Frühstücksbrettchen und betonte, dass er den Kindern die Brote geschmiert und seiner Frau einen Kaffee gemacht habe, bevor diese für die Arbeit das Haus verlasse.

Seine Nina, »die jetzt ihren Träumen nachjage«, ist laut Karl übrigens Psychotherapeutin. Und sie »kann, darf, ähh kann« natürlich jederzeit auf einen Mädelstrip planen, so Karl. »Das gehört nur gut geplant, dann ist das überhaupt kein Problem.«

Na dann.

naw