Es gibt Menschen mit einer Rechts-links-Schwäche. Die Macher des neuen Star-Wars-Films »The Mandalorian and Grogu« befürchteten offenbar, ein Teil ihres Publikums könnte an einer Oben-unten-Schwäche leiden. Vermutlich deshalb wird im Dialog ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die Gefahr entweder in der Tiefe oder auf dem Dach lauert, obwohl man dies als Zuschauer mühelos hören oder sehen kann. Überhaupt scheint der Film wenig Vertrauen in die Aufmerksamkeit – oder Intelligenz – seines Publikums zu haben. Es wimmelt von überflüssigen Dialogsätzen, die lediglich verbalisieren, was ohnehin evident ist.
Er habe einen Film machen wollen, der auch für Menschen verständlich sei, die in der Star-Wars-Welt nicht zu Hause seien, bekannte Regisseur Jon Favreau . Das ist ihm zweifellos gelungen. »The Mandalorian and Grogu« schließt an die Serie »The Mandalorian« an, die der heute 59-jährige Favreau entwickelt hat. Seit 2019 läuft sie auf Disney+. Der Titelheld ist ein Kopfgeldjäger, der so wirkt, als hätte man den jungen Clint Eastwood in ein RoboCop-Outfit gezwängt. Er macht vor allem Jagd auf Warlords, die nach wie vor der diktatorischen imperialen Macht anhängen, und auf Kriminelle.


