Das Spiel am 22. November 2003 ist eine Bundesligapartie gewesen, die man eigentlich schnell vergessen konnte. Eine 0:1-Niederlage des 1. FC Köln gegen den Hamburger SV, wirklich nichts Besonderes. Aber in der Startelf der Kölner stand erstmals Lukas Podolski mit gerade mal 18 Jahren, eigentlich noch ein A-Jugendlicher.
23 Jahre und eine Weltkarriere später hat Podolski seine Laufbahn beendet, mit fast 41 Jahren: ein Fußballerleben, das ihn durch sechs Länder geführt hat, zu einem Weltmeistertitel, zu 130 Länderspielen. Podolski wurde zu einem Kölner Heiligtum, zum Poldi der Nation, zu einem erfolgreichen Unternehmer, neuerdings auch zu einem Clubbesitzer. Sein Fußballer-Fotoalbum ist bis auf die letzte Seite gefüllt.
Pokalsieger in fünf Ländern
Was für eine Laufbahn, angemessen abgeschlossen und gekrönt mit dem Pokalgewinn für den polnischen Verein Górnik Zabrze im Vormonat, für den Podolski zuletzt spielte. Dass er in seiner Vita nur eine einzige Meisterschaft feiern konnte, 2009 mit dem FC Bayern, ist fast nicht zu glauben. Titel hat er dennoch genug eingeheimst, Pokalsiege holte er in fünf Ländern, mit dem FC Arsenal in England, mit Vissel Kobe in Japan, mit Galatasaray in der Türkei, mit Zabrze und den Bayern.
