Es ist eine unscheinbare Senke irgendwo im Niemandsland zwischen Irak und Saudi-Arabien, gerade mal zehn Kilometer lang und drei Kilometer breit. Die nächste Ortschaft An-Nuchaib ist 50 Kilometer entfernt, wegen des harten Wüstenklimas ist die Gegend nur dünn besiedelt. Und doch war sie entscheidend für Israels Militäreinsatz gegen den Erzfeind Iran.
Laut Recherchen des »Wall Street Journal« baute die israelische Luftwaffe kurz vor Kriegsbeginn Ende Februar einen geheimen Landestreifen in dem Seebett in der Nadschaf-Wüste. Das Land nutzte ihn dann offenbar, um die Logistik für den Angriff aufrechtzuerhalten und Spezialeinheiten zu behausen.
Die militärische Aktivität in der Gegend wurde Anfang März von einem Hirten entdeckt, woraufhin das irakische Militär Einheiten zur Untersuchung schickte. Diese wurden dann von israelischen Luftschlägen zurückgehalten. Ein Soldat wurde nach Angaben der irakischen Streitkräfte dabei getötet und zwei weitere verwundet. Staatsmedien zitieren einen irakischen Kommandeur, der die Aktion als »rücksichtslos« bezeichnet. Sie sei ohne Absprache und Koordination erfolgt.
