SpOn 17.05.2026
05:11 Uhr

(+) Eurovision Song Contest: Wie Dara aus Bulgarien Europa »bangaranga« machte


Jung, wild und aus dem Osten: Dass die Bulgarin Dara den ESC gewonnen hat, verdankt sie auch Verschiebungen in der Contest-Struktur. Aber vor allem war es ein verdienter Triumph des Wagemuts über die Routine.

(+) Eurovision Song Contest: Wie Dara aus Bulgarien Europa »bangaranga« machte

Der Eurovision Song Contest 2026 hat eine vollkommen unumstrittene Siegerin: Dara aus Bulgarien gewann mit ihrem Titel »Bangaranga« 204 Punkte von den 35 Länderjurys und 312 Zähler aus den Abstimmungen der TV-Zuschauerinnen und -Zuschauer – in beiden Wertungen lag sie damit auf Platz eins. Damit waren sich Publikum und Jury erstmals seit Salvador Sobrals Durchmarsch für Portugal 2017 wieder einig.

Die 27-jährige Dara ist in ihrer bulgarischen Heimat ein prominentes Gesicht, hatte zahlreiche Hits und war »The Voice«-Coach. Schon als Teenager wagte sie sich in die Öffentlichkeit, nahm 2015 an der Castingshow »X-Factor« teil. Was sie von heute aus der Dara von damals sagen würde, wurde sie nach ihrem ESC-Triumph bei der traditionellen Siegerinnen-Pressekonferenz in der Wiener Stadthalle gefragt: »Stay delusional«, antworte die strahlende Siegerin – »bleib größenwahnsinnig« – das sei die Erfolgsformel.

  • Das war der ESC in Wien: Alle Höhepunkte (und Ausrutscher) zum Nachlesen hier im Newsblog 

Darina Nikolaeva Yotova, wie die Sängerin mit vollem Namen heißt, brachte Europa (und überall sonst, wo man den ESC schaut) an diesem Samstagabend ein neues Wort bei: »Bangaranga«. Im Jamaikanischen gibt es das als Begriff für eine chaotische Situation. Mit Zeilen wie »Welcome to the riot, I’m the bangarang« spielt sie darauf an. Aber das Wort funktioniert auch als Zustandsbeschreibung.

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