Erdbeerkuchen kann jeder, doch niemand macht so leckere Erdbeertorten wie meine kleine Lieblingskonditorei. Anfang Mai bestellte ich dort für eine Familienfeier ein Exemplar. Die Chefin hielt wenig von meinem Wunsch.
»Im Ärnschd? Bräschdleng, jetzd? Des isch doch a Glomb«, sagte sie. Das ist sehr Schwäbisch und bedeutet in etwa: Vergiss es. Für Erdbeeren aus Deutschland ist es zu früh und importierte Früchte sind aus ökologischen Aspekten nichts.
Natürlich hat sie damit recht, doch wie so viele Menschen in Deutschland liebe ich Erdbeeren, die botanisch gesehen gar keine Beeren sind, sondern sogenannte Sammelnussfrüchte. Die eigentlichen Früchte sind die gelbgrünen Nüsschen, die auf dem roten Fruchtfleisch sitzen. Das schmälert ihre Attraktivität natürlich kein bisschen.
Schon wegen ihres Duftes könnte die Erdbeere für mich als Superfood durchgehen. Ihr Aroma setzt sich aus bis zu 360 verschiedenen flüchtigen Stoffen zusammen – und die kleinen Früchte sind nicht nur Geschmacksbomben, sondern auch sehr gesund, wie ich bei meiner Recherche für diesen Artikel gelernt habe.
