»Copenhagenize« – unter Stadtplanern ist das ein geläufiger Begriff. Er beschreibt die fahrradgerechte Umgestaltung urbaner Regionen nach dem Vorbild der dänischen Hauptstadt Kopenhagen mit ihren breiten Radspuren. Dort gibt es fünfmal mehr Fahrräder als Autos, die Hälfte der Kopenhagener fährt regelmäßig mit dem Rad zur Arbeit oder Uni. Auch deshalb genießt Dänemark – neben den Niederlanden – in Europa den Ruf als Fahrradnation.
Doch ebenso gilt: Dänemark ist mehr als nur Kopenhagen. Und außerhalb der Hauptstadt sowie großen Städten wie Aarhus, Odense oder Aalborg verliert das Fahrrad in Dänemark an Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls ein Report der University of Southern Denmark in Odense, der vor Kurzem veröffentlicht wurde.
»Danmark i Bevægelse« – auf deutsch: Dänemark in Bewegung – lautet der Titel der Untersuchung. Treffender wäre jedoch ein Titel wie »Danmark bevæger sig mindre« – »Dänemark bewegt sich weniger«. Denn nur noch 26 Prozent der Dänen pendeln an mindestens drei Tagen pro Woche mit dem Rad zur Schule, Universität, Ausbildung oder Arbeit. Ein Rückgang um sieben Prozent im Vergleich zur vorigen Erhebung aus dem Jahr 2020.
