SpOn 22.05.2026
18:09 Uhr

(+) Bundesverfassungsgericht: Studie untersucht NS-Vergangenheit von Richtern


Das Bundesverfassungsgericht galt lange als weitgehend unbelastet von der NS-Vergangenheit. Eine neue Studie schaut jetzt genauer hin.

(+) Bundesverfassungsgericht: Studie untersucht NS-Vergangenheit von Richtern

Am 17. Juni 1952 richtet das Bundesverfassungsgericht über sich selbst. Genauer: Die übrigen Richter entscheiden über den Rauswurf eines Kollegen. Darf Conrad Roediger weiter dazugehören? Oder muss er gehen?

Roediger hatte lange als Diplomat gearbeitet, war schon in Versailles nach dem Ende des Ersten Weltkriegs dabei. Im Zweiten Weltkrieg wirkte er in der Rechtsabteilung des Auswärtigen Amts. Ende 1941 wog er ab, wie Juden aus dem Ausland am besten zu deportieren seien – durch Verträge des Deutschen Reichs mit einzelnen Staaten oder per »Kollektivvertrag«.

DER SPIEGEL 22/2026

Urlaub in der Krise

Der Irankrieg macht Fernreisen unsicher und erhöht die Treibstoffkosten. Günstig in die Ferien: Geht das in diesem Sommer noch?

Lesen Sie unsere Titelgeschichte, weitere Hintergründe und Analysen im digitalen SPIEGEL.

Juristische Hilfe für den Holocaust, so kann man das sehen, auch wenn Roediger beteuert: Er habe die Außenpolitik der Nazis behindern wollen, deshalb gegen den favorisierten Kollektivvertrag argumentiert.

Seit Monaten schwelt die Causa. Der Gerichtspräsident duckt sich zunächst, doch der Bundesjustizminister und einflussreiche Bundestagsabgeordnete schalten sich ein, der Druck wächst. Also werden die 23 Richter und die eine Richterin an jenem Tag in Karlsruhe zusammengerufen. Roediger könnte nach dem Bundesverfassungsgerichtsgesetz entlassen werden, wegen »grober Pflichtverletzung«.

Diesen Artikel weiterlesen mit SPIEGEL+

Sie haben bereits ein Digital-Abo? Zum Login

SPIEGEL plus Nur für Neukunden
Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App
Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter
Jederzeit kündigen
SPIEGEL plus 52 Wochen 25 % sparen
Freier Zugriff auf alle S+-Artikel auf SPIEGEL.de und in der App
Wöchentlich die digitale Ausgabe des SPIEGEL inkl. E-Paper (PDF), Digital-Archiv und S+-Newsletter
52 Wochen rabattierte Laufzeit

Sie haben bereits ein Print-Abo? Hier rabattiert Digital-Zugang bestellen

Jetzt Artikel freischalten:

Sie haben bereits ein Digital-Abo?

SPIEGEL plus
Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de
Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper
Jederzeit kündbar
SPIEGEL plus
Zugang zu allen Artikeln in der App und auf SPIEGEL.de
Wöchentliche Ausgabe des SPIEGEL als E-Paper
Jederzeit kündbar

SPIEGEL+ wird über Ihren iTunes-Account abgewickelt und mit Kaufbestätigung bezahlt. 24 Stunden vor Ablauf verlängert sich das Abo automatisch um einen Monat zum Preis von zurzeit ¤ ein Jahr zum Preis von zurzeit ¤. In den Einstellungen Ihres iTunes-Accounts können Sie das Abo jederzeit kündigen. Um SPIEGEL+ außerhalb dieser App zu nutzen, müssen Sie das Abo direkt nach dem Kauf mit einem SPIEGEL-ID-Konto verknüpfen. Mit dem Kauf akzeptieren Sie unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen und Datenschutzerklärung.