SZ 20.05.2026
15:12 Uhr

Commerzbank/Unicredit: „Danke für nichts, Andrea Orcel“


Nicht nur die Mitarbeiter der Commerzbank nutzen die Hauptversammlung, um gegen die Übernahmepläne der Unicredit zu protestieren. Auch viele Aktionäre äußern sich skeptisch.

Commerzbank/Unicredit: „Danke für nichts, Andrea Orcel“

Man kann ihm vieles vorwerfen, aber nicht, dass Unicredit-Chef Andrea Orcel kein Händchen für Drama hätte. Als die Commerzbank am Mittwoch in der Kongresshalle in Wiesbaden zu ihrer Hauptversammlung lädt, ist das zwar bereits die zweite Aktionärsversammlung, seit Unicredit vor fast zwei Jahren zur Übernahme der Frankfurter Bank ansetzte – und die erste, seit Orcel kürzlich ein konkretes Angebot vorgelegt hat. Orcel wird trotzdem erneut fernbleiben. Seine Stimmrechte hat Unicredit wieder nicht angemeldet. Und doch macht schon zu Beginn der Veranstaltung, als noch längst nicht alle Stühle besetzt sind, eine Nachricht die Runde: Unicredit soll inzwischen bereits rund 42 Prozent der Commerzbank kontrollieren.

Die Unicredit will die Commerzbank übernehmen. Vorstand und Belegschaft der zweitgrößten deutschen Privatbank stemmen sich dagegen. Es ist die wohl spektakulärste Übernahmeschlacht in Europa – und längst ein Machtkampf von nationaler Bedeutung.

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