SZ 27.03.2026
13:07 Uhr

Surfen: Münchner Eisbachwelle wieder verschwunden


Die Stadt lässt am frühen Morgen ein Gitter aus dem Wasser entfernen – und beendet nach nur wenigen Stunden eine nicht genehmigte Aktion von Surf-Aktivisten.

Surfen: Münchner Eisbachwelle wieder verschwunden
Enten statt Sportler: Die Eisbachwelle, die durch illegale Einbauten entstand, ist nach einem Tag wieder verschwunden. René Hofmann

Das Baureferat der Stadt München hat am Freitag einen Einbau im Eisbach entfernen lassen, der dort am Tag zuvor unerlaubterweise von Unbekannten eingebracht worden war und der dazu geführt hatte, dass sich an dem Surfspot wieder eine Welle aufgebaut hatte. Mehrere Arbeiter entfernten vor sieben Uhr am Morgen ein Gitter, das über am Ufer fixierte Seile am Flussgrund befestigt war. Daraufhin bildete sich keine Welle mehr, sondern lediglich – nicht surfbares – Weißwasser.

Einbauten ohne vorherige Genehmigung durch die Behörden in den Fluss einzubringen, verbietet eine Allgemeinverfügung. Nach den Weihnachtsfeiertagen hatte es bereits eine ähnliche Aktion unbekannter Surf-Aktivisten gegeben. Damals dauerte es mehrere Tage, bis die Berufsfeuerwehr auf Auftrag der Behörden die illegalen Einbauten aus dem Fluss holte. In der Zwischenzeit wurde gesurft. Dieses Mal ging der Rückbau schneller.

An dem bekannten Surfspot kann der Sport seit Mitte Oktober nicht mehr ausgeübt werden. Nach einer Flusssäuberung baut sich keine Welle mehr auf. Die Absicht, diese wiederzubeleben, gibt es. Über das Wie aber herrscht Uneinigkeit. Surfer präferieren eine unbürokratische Lösung mit Einbauten, wie es sie in der Vergangenheit lange gab. Die Stadt, der der Grund gehört, pocht auf Rechtssicherheit. Zusammen hat man sich auf eine Versuchsreihe verständigt, die bislang nicht abgeschlossen ist.

An der Stelle neben dem Haus der Kunst durfte seit 2010, als die Stadt das Areal vom Freistaat übernahm, legal gesurft werden. Im April 2025 hatte es einen tödlichen Unfall gegeben. Beim nächtlichen Surfen verfing sich die Sicherungsleine einer Sportlerin an einem Gegenstand im Fluss. Die Frau starb. Der genaue Unfallgrund konnte nicht ermittelt werden.

Dominik Krause stürzt OB-Routinier Dieter Reiter, und was fällt Markus Söder dazu ein: Der Junge wird schon noch reifen. Ein Lehrstück über die Jungen und die Alten in der Politik.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: