|
23.03.2026
16:02 Uhr
|
Nicht Frauen werden geschädigt, sondern die armen Männer, denen jetzt eine Klarnamenpflicht im Netz auferlegt werden soll? Der Fall Collien Fernandes demonstriert die Funktionsweise der Debattenschreddermaschine Internet.

So ähnliche Schrift auf den Plakaten? Für manche User von X ein ganz eindeutiger Beweis, dass die Demonstration am Brandenburger Tor gegen sexualisierte digitale Gewalt zentral gesteuert war und Teil einer Verschwörung ist. Maryam Majd/Getty Images
Er neige ja nicht zu Verschwörungstheorien, schreibt der Herr, setzt einen dramatischen Gedankenstrich und fährt dann fort: „Aber ich werde misstrauisch.“ Er meint den Fall Ulmen, der manchmal auch als ein Fall Fernandes behandelt wird, je nachdem, ob man es wichtiger findet, in diesem Zusammenhang über das mutmaßliche Opfer oder den mutmaßlichen Täter zu sprechen – nur dass gesprochen werden muss, darin sind sich sehr viele Menschen einig. Aber eben nicht alle. Die halbautomatische Debattenzerschießmaschine mit dem legendär blöden Namen X läuft schon wieder heiß. Gibt es überhaupt einen Fall Fernandes? Man wird ja wohl mal fragen dürfen.
Drei Tage nachdem Collien Fernandes schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann erhebt, veröffentlicht dessen Kollege einen Instagram-Post dazu. Yardım gibt sich selbstkritisch und entschuldigt sich für sein Zögern.
Lesen Sie mehr zum Thema
In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.
Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien
Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: