Im syrischen Bürgerkrieg leistete Abdelrahman Ghbeis stillen Widerstand. Er fuhr einen Krankenwagen für die Hilfsorganisation „Roter Halbmond“ und schmuggelte medizinische Hilfsgüter, so erzählt er es. „Wir haben alle behandelt – Soldaten, Rebellen, Zivilisten“, sagt er. „Deshalb hat das Regime uns ins Visier genommen.“ Die Schergen der Assad-Diktatur stuften Abdelrahman Ghbeis als Terroristen ein und nahmen Anfang August 2015 Rache: Sie steckten seine Frau, die gerade erst per Kaiserschnitt entbunden hatte, ins Gefängnis. Den vier Tage alten Sohn Mohammed raubten sie aus dem Brutkasten.
