SZ 26.03.2026
15:39 Uhr

Psychologie: Die Qual des Wals


In der Ostsee ist ein Wal gestrandet und erfährt viel Aufmerksamkeit und Betroffenheit – während wir das Artensterben weiterhin erfolgreich ignorieren. Über die Volten des Mitgefühls.

Psychologie: Die Qual des Wals
Helfer versuchen mit Baggern am Strand von Niendorf, dem Wal einen Weg in die Freiheit zu graben. Daniel Bockwoldt/Daniel Bockwoldt/dpa

Sollte er nicht endlich einen Namen bekommen, der vor Timmendorfer Strand auf Grund gelaufene Buckelwal? „Timmbucktu“ würde sich anbieten, sofern diese Wortschöpfung nicht Gefahr läuft, in die Kategorie kulturell-animalische Aneignung zu fallen. Es gibt allerdings auch Gegenstimmen, die davor warnen, dem gestrandeten Geschöpf einen Namen zu geben, weil das die emotionale Bindung an das leidende Tier noch weiter verstärken könnte. Und damit willkommen im Streitfall Kant gegen Hume, Einzelfall gegen kollektive Verantwortung und fernes Unglück gegen nahes Leid.

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