SZ 19.04.2026
12:44 Uhr

„Oberammergau“ von Robert Löhr: Die Entstehung der Passionsspiele als Brutalo-Roman


Um die Aufführung der ersten Oberammergauer Passionsspiele wurde bis zum Mord gestritten und ein Schwede schrieb das Textbuch. Echt jetzt? Robert Löhr hat eine hanebüchene Handlung für seinen Roman „Oberammergau“ erfunden.

„Oberammergau“ von Robert Löhr: Die Entstehung der Passionsspiele als Brutalo-Roman
Bei den Passionsspielen 2022 ritt Jesus (Frederik Mayet) auf einem Esel auf die Bühne. Von einem solchen Auftritt erzählt auch Robert Löhr in seinem Roman „Oberammergau“. Andreas Gebert/Getty Images

„Dieses Dorf war zu viel für ihn“, heißt es einmal nach mehr als einem Drittel des Romans. Das Dorf, von dem hier die Rede ist, ist Oberammergau. Der Titel des Buches ist ebenfalls „Oberammergau“. Zu viel ist es auf Seite 172 für den Dorfpfarrer Johannes Gabler, der versucht, nach der Pest ein Gelübde zu erfüllen und 1634 die ersten Passionsspiele auf die Bühne zu bringen. Diejenigen, die bis Seite 172 gelesen haben, werden mit dem Pfarrer mitfühlen können. Es ist zu viel. Anders als Johannes können sie aber an dieser Stelle aus dem Buch aussteigen. Der Pfarrer muss noch 300 weitere Seiten durchhalten.

Der junge Regisseur Jan Friedrich bringt Tonio Schachingers Roman „Echtzeitalter“ auf die Bühne des Münchner Volkstheaters. Das Leben der Hauptfigur ist ihm selbst noch ganz nah.

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