SZ 04.06.2026
13:40 Uhr

Leute: Lisa und Thomas Müller trennen sich


Die Dressurreiterin und der Fußballprofi sind nach 17 Jahren Ehe kein Paar mehr. Caroline Wahl misstraut schönen Altstädten. Joachim Llambi bekommt kritische SMS von seiner Mutter.

Leute: Lisa und Thomas Müller trennen sich
Ein Bild aus harmonischen Ehejahren: Thomas und Lisa Müller im Herbst 2019 beim Stuttgart German Masters. Sebastian Gollnow/dpa

Lisa Müller, 36, Dressurreiterin, ist wieder Single. Nach 17 Ehejahren hätten sie und Fußballprofi Thomas Müller, 36, sich „einvernehmlich“ getrennt, und zwar bereits „vor einiger Zeit“. Das teilte Medienanwalt Christian Schertz der Bild-Zeitung für die beiden mit. Sie wurden als Jugendliche ein Paar, heirateten mit zwanzig und führten dann, unter ständiger Beobachtung des Boulevards, eine Ehe ohne große Skandale. Als Thomas Müller im Sommer 2025 vom FC Bayern München nach Kanada zu den Vancouver Whitecaps wechselte, gab es erste Spekulationen über ein Eheaus. Die Beziehung der beiden war stets davon geprägt, dass Lisa Müller keine typische Spielerfrau sein wollte. Zum Beispiel reiste sie 2014 nicht mit zur Fußballweltmeisterschaft nach Brasilien, was Thomas Müller damals in seiner unvergleichlichen Art kommentierte: „Sie ist ja keine Handtasche. Sie hat einen eigenen Willen und ein eigenes Leben.“

Caroline Wahl, 31, Schriftstellerin, vertraut nicht immer dem Schönen. Auch deswegen sei sie nach Kiel gezogen, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. „Malerische Altstädte machen mich immer misstrauisch.“ Ihre neue Heimat sei zwar rau und hässlich. „Aber gleichzeitig ist sie halt auch krass schön.“ Die Autorin („22 Bahnen“) schätzt dabei besonders die Nähe zum Wasser, die sie auch in der Mentalität der Menschen spüre. „Man merkt Menschen, die am Wasser leben, an, dass der Kopf so ein bisschen durchgepustet ist.“ Die gebürtige Mainzerin lebt seit Oktober 2024 in Kiel.

Joachim Llambi, 61, Fernsehjuror, wird beim Kritisieren selbst auch kritisiert. Während der TV-Show „Let’s Dance“, in der er für seine teils harschen Urteile bekannt ist, bekommt Llambi regelmäßig Nachrichten von seiner Mutter geschickt. Im Bild-Podcast „May Way“ verriet er, dass seine Mutter oft im Publikum sitze – aber wenn nicht, dann komme „mal schnell so eine Whatsapp während der Sendung“. Und darin stehe dann schon auch mal ein Feedback zu dem, was er gerade gesagt habe. Die Nachrichten lese er auch. „Wir haben ja auch Werbepausen.“

Palina Rojinski, 41, Schauspielerin, hat ein bisschen gebraucht, um sich in ihrem Körper wohlzufühlen. In einem Interview mit RTL sagte sie: „Ja, ich habe mich schon für meinen Körper geschämt.“ Alle Mädchen, „die dann irgendwie in der Pubertät auf einmal Formen kriegen“, würden das kennen. „Dann ist man psychisch noch gar nicht so weit.“ Überfordert habe sie, wie andere sie aufgrund der körperlichen Veränderungen plötzlich wahrnahmen: Sie sei nicht vorbereitet gewesen „auf diese Wirkung, die man dann bei manchen Leuten erzielt“. Inzwischen schäme sie sich schon lange nicht mehr dafür, wie sie aussehe: „Das ist mein Körper. Ich fühle mich wohl damit. Ich kann mich auch nicht verstecken. Ich will mich auch nicht verstecken.“

Klaus Wowereit, 72, früherer Regierender Bürgermeister von Berlin, findet, dass nicht alles gut so ist. Bei der Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben sehe er 25 Jahre nach seinem eigenen öffentlichen Coming-out zum Teil eine Rückwärtsbewegung. „Es gibt Fortschritte, vor allem im rechtlichen Bereich. Gleichzeitig sehen wir aber auch gesellschaftliche Rückschritte“, sagte Wowereit der Deutschen Presse-Agentur. „Man hat den Eindruck, dass es auch wieder zunimmt mit Intoleranz, Anfeindungen und Übergriffen. Das ist auch in einer toleranten Stadt wie Berlin ein großes Problem.“ Als Gesellschaft müsse man aufpassen, dass man diese Formen von Diskriminierung und Hass nicht zulasse. Wowereit wurde im Juni 2001 auf einem Sonderparteitag der Berliner SPD mit einem Satz seiner Rede berühmt: „Damit auch keine Irritationen hochkommen, liebe Genossinnen und Genossen, ich sag’s euch auch, und wer’s noch nicht gewusst hat: Ich bin schwul, und das ist auch gut so, liebe Genossinnen und Genossen.“

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