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03.05.2026
14:15 Uhr
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Ryan Gingeras durchleuchtet in seiner „globalen Geschichte des organisierten Verbrechens“ die Verflechtung von Mafia, Staat und Wirtschaft. Der Blick auf alle Kontinente bietet einen guten Überblick, geht aber zulasten der Tiefe.

Vorbild auch für echte Mafiosi: Marlon Brando als „Der Pate“ empfängt einen Bittsteller in seinem düsteren Arbeitszimmer. Paramount Pictures
Am Anfang war „Der Pate“. Der Roman von Mario Puzo und insbesondere der 1972 in die Kinos gekommene Film von Francis Ford Coppola prägen bis heute das Bild von der Mafia. Mächtig, brutal, rachsüchtig, grausam, aber manchmal auch ritterlich oder gar romantisch, mit Sinn für Familie und Traditionen. Marlon Brandos Interpretation des Don Vito Corleone geriet dermaßen stilbildend, dass sich reale Mafiosi daran orientierten. Sie wollten genauso souverän, stilvoll und cool erscheinen wie der Boss aus dem Hollywood-Streifen.
Mafia-Paten genießen in Hollywoodfilmen Heldenstatus. Doch die Organisierte Kriminalität unterwandere nahezu ungehindert Deutschlands Wirtschaft, warnt Mafia-Experte Sandro Mattioli.
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