SZ 22.04.2026
20:11 Uhr

Frauenfußball: FC Bayern zum vierten Mal nacheinander deutscher Meister


Die Fußballerinnen des FC Bayern sichern sich durch ein 3:2 gegen Union Berlin vier Spieltage vor Schluss die deutsche Meisterschaft – mit 15 Punkten Vorsprung vor dem VfL Wolfsburg.

Frauenfußball: FC Bayern zum vierten Mal nacheinander deutscher Meister
„Vielleicht trinken wir auch das ein oder andere Radler“: Die Bayern-Frauen um Nationalmannschaftskapitänin Giulia Gwinn (r.) in Berlin. Soeren Stache/dpa

Mit einem Kraftakt beim 1. FC Union Berlin haben die Fußballerinnen des FC Bayern vorzeitig den Gewinn der deutschen Meisterschaft perfekt gemacht. Nach dem 19. Sieg in der Frauen-Bundesliga nacheinander – Vereinsrekord – sind die Münchnerinnen bei noch vier ausstehenden Spielen nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Drei Tage nach dem Titelgewinn der Männer besiegelte ein mühsam erkämpftes 3:2 (1:1) in der Alten Försterei die achte Meisterschaft insgesamt und die vierte nacheinander. Den Siegtreffer erzielte die zuletzt angeschlagene und in Berlin eingewechselte Nationalmannschafts-Kapitänin Giulia Gwinn – auf Vorlage von Klara Bühl, die ebenfalls ihr Comeback feierte.

„Das ist am Ende ein sehr schöner Abend, das macht Lust auf mehr“, sagte Gwinn: „Vielleicht trinken wir auch das ein oder andere Radler.“ Doch ähnlich wie die Männer haben die Frauen noch viel vor in dieser Saison. Am Samstag steht das Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen den FC Barcelona an, im DFB-Pokal am 14. Mai das Finale gegen den Dauerrivalen VfL Wolfsburg. Das Triple ist also noch möglich. „Auf uns wartet in den nächsten Tagen der nächste Kracher, deshalb feiern wir noch piano, das heben wir uns für den Schluss auf“, sagte Barbara Dunst.

Die Bayern-Spielerinnen waren durch ein Tor von Edna Imade in der achten Minute in Führung gegangen. Nur 180 Sekunden später war der Vorsprung futsch: Sophie Weidauer (11.) hatte mit einem Solo übers halbe Feld ausgeglichen. Nach der Pause traf Dunst (50.), doch erneut kamen die Berlinerinnen durch einen Treffer von Lia Kamber (77.) zurück. Bayern-Coach José Barcala nutzte die Gelegenheit fürs Comeback der Nationalspielerinnen Gwinn und Bühl, die sich Anfang März verletzt hatte.

Von den 21 Partien bis zum Auftritt in der Alten Försterei hatte das Bayern-Ensemble 20 gewonnen, doch die Unionerinnen machten es dem Favoriten schwer, wirkten unbeeindruckt auch von den 81 geschossenen und nur sechs kassierten Toren der Bayern. Ein Ballverlust von Bayerns Dunst etwa auf Höhe der Mittellinie und ein Sprint übers halbe Feld von Weidauer brachten die Berlinerinnen nach dem frühen Rückstand zurück ins Spiel. Und die Münchnerinnen taten sich schwer.

Auch nach der Pause stemmten sich die Gastgeberinnen gegen eine Niederlage. Dunst, die beim Gegentor den Ball verloren hatte, traf zur erneuten Führung, doch Berlin hielt dagegen. Es wurden bange Minuten für die Bayern – mit einem Happy End.

Giulia Gwinn fällt für die WM-Qualifikation aus, aber Carlotta Wamser hat schon gezeigt, dass sie die Kapitänin bestens vertreten kann. Über eine der Aufsteigerinnen des deutschen Nationalteams.

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