SZ 26.08.2026
13:52 Uhr

FAZ-Korrespondent Michael Martens: Ein Haftbefehl aus Moskau, weil er in Belgrad eine Frage stellte


Was können die Europäer tun, damit mehr russische Soldaten getötet werden – das wollte der Reporter von Selenskij wissen. Für die Untergebenen des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Putin ist dies „Schüren von Hass“.

FAZ-Korrespondent Michael Martens: Ein Haftbefehl aus Moskau, weil er in Belgrad eine Frage stellte
Der Journalist Michael Martens auf der Leipziger Buchmesse im März; damals hatte der Balkan-Experte noch nicht den Zorn Russlands auf sich gezogen. dts Nachrichtenagentur/IMAGO

Es ist schon eine Weile her, dass Michael Martens direkten Kontakt mit einem repressiven Regime hatte. Damals, 2015, war er seit sechs Jahren für die FAZ nicht nur für die Berichterstattung über den Balkan, sondern auch über die Türkei zuständig. Der türkischen Regierung passte aber zunehmend nicht, was der heute 53 Jahre alte Martens über sie schrieb, und legte ihm immer mehr administrative Schikanen in den Weg.

Moskau setzt Deutschland immer stärker mit hybriden Operationen unter Druck. Nun werden Forderungen laut, die Regierung müsse den Kreml mit einer Antwort in die Schranken weisen. Ins Visier rückt dabei Putins Schattenflotte.

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