SZ 31.03.2026
16:46 Uhr

Eiskunstlauf: Eine Rose als Vermächtnis


Die große Japanerin Kaori Sakamoto hat ihre Karriere mit dem vierten Weltmeistertitel beendet. Bis zuletzt blieb sie ihrem Stil treu, der zeigt, dass Eiskunstlauf auch ohne Spektakel das Publikum bewegt.

Eiskunstlauf: Eine Rose als Vermächtnis
„Eine fast überwältigende Erfahrung“: Kaori Sakamoto setzt bei der WM in Prag der Sprunggewalt der Konkurrenz Eleganz und Qualität entgegen. Raniero CorbellettiAflosporzt/Imago

Es sind nicht nur die Sprünge, die entscheiden. Die große Kunst des Eislaufs besteht darin, auch den richtigen Ton zu finden. Keiner Frau gelang das in den vergangenen Jahren so meisterhaft wie der fabelhaften Kaori Sakamoto aus Japan, die ihre Karriere mit dem vierten Weltmeistertitel ausklingen ließ, zu Patricia Kaas’ Interpretation von Edith Piafs „La vie en Rose/Non, je ne regrette rien“. Ihre letzte Kür war wie ein Vermächtnis, eine Erinnerung, die bleiben wird, vor allem wenn der Weltverband tatsächlich Pläne umsetzen sollte, die dazu führen könnten, die Wettbewerbsformate auf mehr Action und Entertainment zu trimmen.

Nach seinem olympischen Höllensturz steht Ilia Malinin in Prag wieder auf dem Eis – und wird auch ohne den Vierfach-Axel zum dritten Mal Weltmeister. Statt auf Rekorde will er sich lieber auf sich selbst besinnen.

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