SZ 07.06.2026
13:35 Uhr

ETFs: Space-X profitiert von neuen Indexregeln – aber das macht nichts


Dank neuer Aufnahmekriterien wird Elon Musks Firma schnell in vielen ETFs landen. Sich darüber aufzuregen, ist überflüssig. Anleger sollten sich nicht verunsichern lassen.

ETFs: Space-X profitiert von neuen Indexregeln – aber das macht nichts

Für viele ETF-Sparer bringt der Börsengang von Elon Musks Weltraumfirma Space-X beunruhigende Nachrichten. Anbieter wie Nasdaq und FTSE Russell haben ihre Regeln geändert, damit das Unternehmen schon kurz nach dem Start an der Wall Street in ihre Aktienindizes aufgenommen werden kann. Und damit werden viele Indexfonds gezwungen sein, die Aktie zu kaufen – egal zu welchem Preis. Auch deutsche Anleger werden schon bald ein bisschen Space-X im Portfolio haben, ob sie wollen oder nicht. Das wirft Fragen auf: Sind die Indexanbieter vor dem reichsten Mann der Welt eingeknickt? Haben sie die Interessen der ETF-Sparer verraten, um Milliarden Dollar in eine Firma zu schleusen, deren hochtrabende Mars-Besiedelungspläne man durchaus kritisch sehen kann? Verlieren die Anleger nicht zwangsläufig Geld, wenn sich in ein paar Monaten Ernüchterung einstellt und die Aktie nach dem Hype wieder fällt?

Der US-Aktienindex, eine wichtige Basis für viele ETFs, hält an seinen strengen Aufnahmeregeln fest. Anders als die Konkurrenten Nasdaq und FTSE Russell, die vor dem Space-X-Börsengang Lockerungen beschlossen haben.

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