SZ 06.08.2026
11:59 Uhr

Drohnen in Leipzig: Deutschland muss sich endlich gegen russische Agenten wehren


Alles am missglückten Sprengstoffanschlag auf eine ukrainische Transportmaschine deutet auf Russland hin. Wenn das nun Putins neue Gangart ist, muss auch Deutschland seine wechseln.

Drohnen in Leipzig: Deutschland muss sich endlich gegen russische Agenten wehren

Der Sturm nimmt zu, sagt Sinan Selen. Und meint damit die Art und Weise, wie dreist und unverhohlen russische Geheimdienste inzwischen in Deutschland agieren. Desinformation verbreiten, Anlagen von Militär und Infrastruktur ausspähen, hinter Anschlägen auf Stromnetze und Bahn stecken? Russisches Repertoire von gestern. Selen, der Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), warnt in kleiner Runde schon seit einiger Zeit vor einer härteren Gangart von Putins Diensten: vor gezielten Tötungen von Rüstungsmanagern und Ukraine-Unterstützern. Davor, dass die russischen Dienste nicht mehr nur sogenannte Low-Level-Agenten, also schlecht bezahlte Amateure, einsetzen, sondern harte Jungs aus dem Umfeld der organisierten Kriminalität. Sowie zunehmend auch wieder echte Profis, um den hybriden Krieg noch stärker nach Deutschland zu tragen.

Die Drohne am Leipziger Flughafen sei mit Sprengstoff ausgestattet gewesen, sagt der Bundesinnenminister. Die Ermittlungen gehen nun in alle Richtungen, Dobrindt schließt auch „fremde Mächte“ nicht aus.

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