SZ 02.09.2026
12:21 Uhr

DFB-Rücktritt von Antonio Rüdiger: Er geriet mitten in die erfolglosesten DFB-Jahre


Mit Antonio Rüdiger verlässt ein grundsätzlich herausragender Verteidiger die Nationalelf – der es aber nicht ganz auf das Niveau berühmter Kollegen schaffte. Ihm bleibt ein Titelchen, das keinen Anfang, sondern ein Ende markierte.

DFB-Rücktritt von Antonio Rüdiger: Er geriet mitten in die erfolglosesten DFB-Jahre
Antonio Rüdiger stand bei der WM 2026, hier beim Aus gegen Paraguay, noch einige Minuten auf dem Platz.
ANP/Imago

Die entscheidenden Fragen wurden mit jedem Tag drängender. Haben Sie schon Signale von Bundestrainer Jogi Löw erhalten? Gehen Sie davon aus, dass Sie bei der WM in Russland im Aufgebot stehen werden, oder fürchten Sie, zu den vier Streichkandidaten zu gehören? Es war eine wochenfüllende Debatte damals, im Juni 2018 im Trainingslager der Nationalmannschaft in Eppan im schönen Südtirol – zur Vergabe standen schließlich nicht irgendwelche Kaderplätze, sondern solche im Kader des amtierenden Weltmeisters aus Deutschland. Zeitungen und Portale machten sich damals einen Spaß daraus, drei oder vier unterschiedliche deutsche Startformationen abzudrucken, von denen jede einzelne für WM-tauglich erklärt wurde. Der Weltmeister aus Deutschland hatte im Jahr zuvor auch noch den Confed Cup gewonnen, das Probeturnierchen für den WM-Standort Russland, und das mit einem erklärten B- oder C-Kader, dem Kerem Demirbay, Lars Stindl und sogar Sandro Wagner angehörten.

Seit Antonio Rüdiger von Bundestrainer Nagelsmann aus der Stammelf entfernt wurde, wirkt er wie von einer Last befreit. Der gefürchtete Verteidiger blüht in seiner neuen Rolle regelrecht auf.

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