Die entscheidenden Fragen wurden mit jedem Tag drängender. Haben Sie schon Signale von Bundestrainer Jogi Löw erhalten? Gehen Sie davon aus, dass Sie bei der WM in Russland im Aufgebot stehen werden, oder fürchten Sie, zu den vier Streichkandidaten zu gehören? Es war eine wochenfüllende Debatte damals, im Juni 2018 im Trainingslager der Nationalmannschaft in Eppan im schönen Südtirol – zur Vergabe standen schließlich nicht irgendwelche Kaderplätze, sondern solche im Kader des amtierenden Weltmeisters aus Deutschland. Zeitungen und Portale machten sich damals einen Spaß daraus, drei oder vier unterschiedliche deutsche Startformationen abzudrucken, von denen jede einzelne für WM-tauglich erklärt wurde. Der Weltmeister aus Deutschland hatte im Jahr zuvor auch noch den Confed Cup gewonnen, das Probeturnierchen für den WM-Standort Russland, und das mit einem erklärten B- oder C-Kader, dem Kerem Demirbay, Lars Stindl und sogar Sandro Wagner angehörten.
