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01.04.2026
12:22 Uhr
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Jetzt stehen auch die letzten Nationen für das Mega-WM-Turnier mit 48 Ländern in Nordamerika fest. Der Überblick von Türkei bis Tschechien.

Iraks Spieler feiern im mexikanischen Monterrey ihre WM-Teilnahme. Fernando Llano/AP/dpa
Als wirklich allerallerallerletztes der 48 Teams qualifizierte sich am frühen Mittwochmorgen europäischer Zeit Irak für die Fußball-WM in Nordamerika, nach einem 2:1 gegen Bolivien in den sogenannten interkontinentalen Playoffs, die im mexikanischen Monterrey ausgespielt wurden. Dem Spiel ging eine ungewöhnliche Anreise voraus. Weil von Bagdad aus wegen des Iran-Krieges keine Flieger abheben, fuhren Teile des Teams erst Überland nach Jordanien, drei Tage dauerte für manche Spieler der Trip. Zum ersten Mal seit 1986 ist Irak damit bei einem Endturnier dabei; das Team landet, das stand schon vorher fest, in der wohl schwierigsten Vorrundengruppe mit Frankreich, Norwegen und Senegal.
Wobei, Irak ist nur mutmaßlich das letzte Team, das sich qualifiziert. Trotz Beteuerungen des Fifa-Präsidenten Gianni Infantino erscheint es nicht absolut sicher, dass Iran wirklich teilnehmen wird. Das Land befindet sich seit Wochen im Krieg mit Gastgeber USA. Im Fall eines Rückzugs der iranischen Nationalmannschaft könnte die Fifa „nach eigenem Ermessen“ entscheiden, wer nachrückt. Infantino geht jedoch von einer Teilnahme aus. „Iran wird bei der Weltmeisterschaft spielen. Es gibt keinen Plan B, C oder D – es gibt Plan A“, sagte er jüngst im mexikanischen Fernsehen.
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Im zweiten interkontinentalen Playoff-Spiel gewann die DR Kongo gegen Jamaika, Axel Tuanzebe, angestellt in der Premier League bei Burnley, erzielte das Tor zur WM in der Verlängerung. Das bisher letzte WM-Spiel des Kongo fand 1974 im Gelsenkirchener Parkstadion statt. Dort verlor das Land noch unter dem Namen Zaire 0:3 gegen Brasilien.
Die Türkei fährt erstmals seit 2002 wieder zu einer Weltmeisterschaft. Damals wurde das Team durch einen Sieg gegen Mitgastgeber Südkorea im Spiel um Platz drei sensationell Dritter. Seitdem war immer in der Qualifikation Schluss. Kerem Aktürkoglu von Fenerbahçe erzielte das Tor des Tages gegen den erneut stark spielenden Kosovo. Auch in zahlreichen deutschen Städten wurde mit Korsos, Hupkonzerten und Pyros gefeiert.
Der Streamingdienst MagentaTV kündigte an, die WM-Spiele mit türkischem Kommentar zu senden. Präsident Recep Tayyip Erdogan wünschte sich, dass das Team „bis ins Finale“ vordringen werden: „Ich küsse alle unsere Athleten auf die Stirn.“ Die Türkei spielt in der Gruppe mit Gastgeber USA, zudem gegen Paraguay und Australien.
Ein Kuriosum gelang der Nationalmannschaft aus Schweden. Die hat sich für die WM qualifiziert – obwohl sie kein einziges reguläres Qualifikationsspiel gewonnen hat. Ihre Gruppe mit Schweiz, Kosovo und Slowenien schloss das Team um die Millionenstürmer Viktor Gyökeres (FC Arsenal) und Alexander Isak (FC Liverpool, derzeit verletzt) mit zwei Punkten auf dem letzten Platz ab. Durch die komplizierte Nations-League-Systematik erhielt das Land trotzdem einen Quotenplatz in den Playoffs – und bezwang dort im Halbfinale die Ukraine, die wegen des Krieges kein echtes Heimspiel spielen konnte, die Partie fand in Valencia statt.
Tschechien behielt dagegen erneut im Elfmeterschießen die Nerven. Nach dem Sieg gegen die Iren setzte sich das Team des 74-jährigen Trainers Miroslav Koubek auch gegen Dänemark durch. Nur
Tomas Soucek von West Ham United traf in beiden Shootouts. Für Tschechien ist es die erste Endrundenteilnahme seit 2006, also der goldenen Generation um Tomas Rosicky und Pavel Nedved. Für Dänemark wiederum ist es der erste WM-Urlaubssommer seit 2014. Damals scheiterte man in der Qualifikation an: Italien.
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