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24.06.2026
00:35 Uhr
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Mehrere Bahnen fahren wieder, berichten Fahrgäste aus den Zügen. Zuvor hatte eine Störung des digitalen Bahnfunks den Fern- und Regionalverkehr sowie die S-Bahnen bundesweit lahmgelegt.

Am Bahnhof in Duisburg warten Reisende auf Informationen. Christoph Reichwein/dpa
Nach einer bundesweiten Störung des Funkverkehrs fahren erste Züge der Deutschen Bahn wieder, wie mehrere Fahrgäste der Nachrichtenagentur dpa und der Süddeutschen Zeitung bestätigten. Zuvor waren alle Züge an Bahnhöfen zurückgehalten worden, Fahrgäste steckten auf freier Strecke fest. Später hieß es, die Bahn habe die Ursache identifiziert. Mehr Informationen gab es dazu aber nicht.
Unter der Überschrift „Bayernweit / Bundesweit“ hatte der Konzern am späten Abend mitgeteilt: „Aufgrund einer bundesweiten IT-Störung, welche die internen Kommunikationskanäle betrifft, ist der Zugverkehr in Bayern nur stark eingeschränkt bis gar nicht möglich. Weitere Informationen folgen.“ Den Angaben des Sprechers zufolge war der digitale Bahnfunk GSM-R gestört.
Der Ausfall betraf auch S-Bahnen. So teilte die S-Bahn München beispielsweise via Kurznachrichtendienst Bluesky mit: „Im Gesamtnetz sind keine Zugfahrten möglich. Die S-Bahnen werden derzeit zurückgehalten.“ Die Polizei Gelsenkirchen postete auf X, dass der „gesamte Zugverkehr in NRW“ lahm liege. Auch der komplette Berliner S-Bahn-Verkehr lag still, später fuhren erste Bahnen wieder. In Stuttgart hieß es: „Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht.“
Auch das norddeutsche Verkehrsunternehmen Metronom informierte seine Fahrgäste am späten Dienstagabend über die Störung – und bittet um Geduld. Es erklärte auch, was für eine Technik genau eigentlich ausgefallen ist. Der Zugfunk GSM-R sei „das zentrale Kommunikationsmittel zwischen den Lokführerinnen und Lokführern im Zug und den Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleitern auf den Stellwerken des Netzbetreibers DB InfraGO AG.“
„Wir wurden über eine Durchsage von der Störung informiert“, sagte ein Zuggast, der in einem ICE zwischen Würzburg und Nürnberg zunächst auf freier Strecke bei Markt Bibart stand, der Süddeutschen Zeitung. „Wir wissen auch nicht mehr als das, was offiziell von der Bahn mitgeteilt wurde.“ Die Stimmung sei anfangs gut gewesen, sogar die Klimaanlage lief, was bei der Hitze draußen von Vorteil gewesen sei. Man sei informiert worden, dass man sich Wasser holen könne. Sein Zug von Hamburg nach München sei um 22.20 Uhr stehen geblieben. Sechs Minuten später habe es eine Lautsprecheransage gegeben. Er habe befürchtet, dass das Problem lange nicht behoben werden könne. Um kurz vor Mitternacht sei der Zug dann rückwärts in den Bahnhof von Markt Bibart gefahren, dort durften alle aussteigen. Gegen 0.25 Uhr kam dann die Meldung, dass man mit dem Zug weiterreisen könne.
Um gestrandeten Fahrgästen zu helfen, gibt die Deutsche Bahn Taxi- und Hotelgutscheine aus. „Dort, wo es möglich ist, werden Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt“, sagte ein Bahn-Sprecher der dpa. „Die DB entschuldigt sich bei den Reisenden für die Situation.“
Mit Material der Nachrichtenagenturen dpa und Reuters
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