SZ 20.06.2026
08:50 Uhr

(+) Unwetter: Neun Verletzte nach Blitzeinschlag beim Zelten


In verschiedenen Regionen Deutschlands kam es wegen Unwettern zu Hochwasser, Sachschäden und Verletzten. Der Wetterdienst warnt vor Hitze und Gewittern.

(+) Unwetter: Neun Verletzte nach Blitzeinschlag beim Zelten

Unwetter haben in der Nacht zu Samstag in verschiedenen Regionen Deutschlands für Schäden und Verletzte gesorgt. In Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg etwa rückten in der Nacht Feuerwehren dutzende Male etwa wegen Schäden durch Unwetter aus. Bei einem Blitzeinschlag während eines Sportfests in Rastatt südlich von Karlsruhe wurden neun Menschen verletzt, einer davon schwer. Unter den Verletzten befinde sich ein 13-jähriger Jugendlicher, teilte die Polizei mit. Sechs der Personen kamen in ein Krankenhaus, in Lebensgefahr schwebt laut Polizei jedoch niemand. Im Zuge eines Handballfests zelteten in der Nacht mehrere Menschen auf einem Sportplatz im Stadtteil Niederbühl, als ein starkes Unwetter über die Region zog. Während des Unwetters schlug ein weiterer Blitz in Münsingen im Landkreis Reutlingen ein und verletzte eine Frau leicht. Sie war laut Polizei im Stadtteil Dottingen auf einem Sportplatz unterwegs gewesen. Der Rettungsdienst brachte sie in ein Krankenhaus.

Bei einem Festival in Viöl südlich von Flensburg wurden 13 Menschen leicht verletzt, die 5000 Besucher mussten in der Nacht wegen des Sturms zeitweise das Gelände verlassen. Mittlerweile konnten sie aber wieder zurückkehren.

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In Rheinland-Pfalz sorgten Unwetter für Hochwasser, besonders betroffen war der Rhein-Lahn-Kreis. Die Pegelstände der Flüsse Dörsbach, Mühlbach und Aar stiegen am Freitagabend binnen kürzester Zeit stark an. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte bereits am Abend zeitweise vor einem Extremhochwasser gewarnt. Eine Sprecherin des Kreises sprach nach vorläufigen Daten von einem Hochwasser, wie es statistisch nur alle 50 Jahre vorkommt. Die Feuerwehr wurde Dutzende Male gerufen, größere Schäden blieben aus. Im Laufe der Nacht fielen die Pegelstände wieder.

Die extreme Hitze und die damit einhergehenden Gewitter halten noch an: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Samstag mit „schwülheißen 30 bis 38 Grad“ mit den höchsten Werten im Südwesten. Teilweise besteht auch Unwettergefahr. Auch am Sonntag – dem längsten Tag des Jahres und kalendarischen Sommeranfang – sollen die Höchstwerte laut DWD noch voraussichtlich zwischen 30 und 39 Grad liegen.

Hinweis aus der Redaktion: In einer früheren Version war vom Fluss Ahr die Rede, tatsächlich betroffen ist aber der Fluss Aar. Wir haben das im Text korrigiert.

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