Ukraines Eisenbahner müssen über ein stoisches Gemüt verfügen. Auch im fünften Kriegsjahr schaffen sie es, dass weiterhin zu jedem beliebigen Moment bis zu 90 000 Ukrainer in Passagierzügen kreuz und quer im Land unterwegs sein können. Dabei hat Russland mittlerweile mehr als 500 ukrainische Lokomotiven durch Shahed-Kamikazedrohnen oder Bomben zerstört oder beschädigt, mehr als die Hälfte davon allein seit Anfang 2026. So lautete am 15. September ein Zwischenfazit von Außenminister Andrij Sybiha. Er bat die westlichen Alliierten, der Ukraine zu helfen, geeignete Ersatzlokomotiven zu finden, die auf den Schienen des Landes fahren können. Denn die sind, ein Erbe aus der Sowjetzeit, in einer Fahrspur von 1520 Millimetern Breite gelegt. Das europäische Standardmaß aber beträgt 1435 Millimeter.
