SZ 25.05.2026
14:15 Uhr

(+) USA: Der vorläufig letzte Sieg


Stephen Colbert ist weg, der Triumphbogen in Washington ist genehmigt: In Amerika sind die Kulturkämpfe an ihr Ende gekommen. Der Gewinner heißt bis auf Weiteres Donald Trump.

(+) USA: Der vorläufig letzte Sieg
Der letzte Keulenschlag: Ein Fan trägt Stephen Colberts Konterfei vor dem Ed Sullivan Theater in New York, während dort  die letzte „Daily Show“ des Eintertainers läuft. Adam Gray/REUTERS

Seit einigen Tagen ist ein auf unerklärliche Weise verendetes Eichhörnchen die Attraktion der Straße – zumindest bei den hier ansässigen Kindern, die, wie die meisten Kinder, an allem Toten oder Totenähnlichem ein überdurchschnittliches Interesse haben. Ich muss zugeben, dass auch mich die Auffindesituation des Eichhörnchens beeindruckt hat. Das Eichhörnchen liegt hingestreckt am Straßenrand, und sein Gesichtsausdruck (wenn man davon bei Nagetieren überhaupt reden kann) ist von der Art, wie man sie aus schlimmen Splattermovies kennt: Augen und Mund weit aufgerissen, die vorderen Läufe starr und verkrampft in den Himmel gestreckt. Was ist geschehen? Vom Baum gefallen? Vom Auto angefahren? Vom Fuchs zu Tode erschreckt? Ist Pete Hegseth vorbeigejoggt?

Christina Morina hat als Historikerin ein Jahr in den USA gelehrt – und fragt sich nun im Buch „Das amerikanische Beben“: Helfen Vergleiche aus der Geschichte, um Trump zu verstehen? Ein Gespräch.

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