SZ 01.07.2026
13:33 Uhr

(+) Tierschutz in China: Chutou, entführt und geschlachtet


Dem Hund aus China folgen auf Social Media 1,6 Millionen Menschen, dann endet sein Leben dramatisch. Der Fall klingt wie ein hartnäckiges Klischee, aber das ist nur die eine Seite der Geschichte.

(+) Tierschutz in China: Chutou, entführt und geschlachtet

Die Geschichte des weiß-schwarzen Border Collies Chutou lässt sich auf zwei Arten erzählen. Da ist zunächst ein Hund, der sein Herrchen jahrelang auf Reisen durch China begleitete, bis er am 11. Mai verschwand. Sein Besitzer Guo ist ein Reise-Influencer mit mehr als 1,6 Millionen Followern auf der chinesischen Plattform Douyin. Überwachungskameras zeigen, wie zwei Gestalten den Hund in seinem Heimatdorf entführten. Sie verkauften das Tier für umgerechnet 22 Euro an einen Schlächter. „Fünf oder sechs Jahre bin ich mit ihm gereist, ich hätte nie gedacht, dass es so endet“, sagt Guo in einem Video, mit Tränen in den Augen. Als er den Dieb ausfindig machte, reagierte dieser laut Guo ohne Reue: „Der Hund ist tot, also hör auf, so ein Theater zu machen. Ich habe nicht gegen das Gesetz verstoßen.“

Im Internet werden lustige Videos millionenfach angeklickt, in denen Tiere menschlich wirken. Dabei signalisieren sie mit ihrem Verhalten meist: Ich mag das nicht! Wie erkennt man, wo Quälerei beginnt – und was ein Hund tatsächlich ausdrückt?

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: