SZ 24.08.2026
19:35 Uhr

(+) Tierschutz: Auf dem Rücken der Pferde


Bei den jüngsten Stadionkrawallen waren auch Polizeipferde in der Schusslinie der Randalierer. Ginge es nach der Tierrechts-Organisation Peta, dürfte es solche Einsätze längst nicht mehr geben. Aber sind sie wirklich das größte Problem der Tiere?

(+) Tierschutz: Auf dem Rücken der Pferde
Eklatanter Missbrauch „sensibler Fluchttiere“? Polizeipferde im Einsatz beim DFB-Pokalspiel SV Waldhof Mannheim gegen den 1. FC Kaiserslautern. Julien Becker/HMB-Media/Imago

Die Krawalle beim Fußball-Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern am Freitag haben ein Nachspiel. Die Tierrechts-Organisation Peta hat am Montag Anzeige beim Veterinäramt Mannheim erstattet. Die Polizei war im Stadion mit vier Pferden durch Qualm und Böller geritten, Fans hatten die Tiere mit Pyrotechnik beschossen. Aber die Peta-Anzeige richtet sich nicht nur gegen die „Pyrotechnik-Werfer“, sondern auch gegen die Polizei. Der Einsatz der Pferde sei „völlig sinnlos“ gewesen und habe die Tiere außerdem unnötig in Gefahr gebracht, erläuterte eine Peta-Sprecherin später: „Die sensiblen Fluchttiere als Abschreckung zu benutzen, ist moralisch einfach nicht vertretbar.“

Ausgerechnet das elegante Dressurreiten ist in Verruf geraten. Viele Reiter sehen sich durch immer mehr angebliche Skandalschnipsel im Netz aber auch zu Unrecht verunglimpft.

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