SZ 24.03.2026
15:46 Uhr

(+) Spanien: Starke Frauenrechte, doch bei KI-Pornos klafft noch eine Gesetzeslücke


Spanien hat europaweit die vorbildlichsten Frauenrechte. Doch die Anzeige von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen zeigt: Solche Fälle sexueller Gewalt im digitalen Raum sind auch dort noch kein eigener Tatbestand.

(+) Spanien: Starke Frauenrechte, doch bei KI-Pornos klafft noch eine Gesetzeslücke
Collage: sted/SZ, Fotos: imago

Zehn Euro kostete es, 25 Menschen auszuziehen. Zehn Euro bezahlten Jugendliche im Herbst 2023 dafür, Porträts ihrer Mitschülerinnen mittels einer KI-Software mit nackten Körpern zu versehen und teils in pornografische Szenen einzubauen. Das Ergebnis der App mit dem auf Deutsch sinngemäßen Namen „Kleider runter“ waren Bilder, die Schüler der spanischen Kleinstadt Almendralejo womöglich witzig fanden und in Whatsapp-Gruppen verbreiteten. Für die Betroffenen und deren Eltern waren diese Deepnudes erschütternd.

Sexualstrafrecht kommt im deutschen Jura-Curriculum quasi nicht vor – während man ohne breites Wissen über Hypotheken kein Examen machen kann. Liegen die Defizite der deutschen Rechtsprechung zu sexualisierter Gewalt im System?

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