SZ 07.05.2026
19:15 Uhr

(+) Soziale Medien: Immer mir nach


Accountkarussell in den sozialen Medien: Die Linken, die SPD und die Grünen verlassen X/Twitter. Dafür schlagen rechte Medien wie  „Nius“ und „Junge Freiheit“ jetzt bei Bluesky auf.

(+) Soziale Medien: Immer mir nach
Seit Elon Musk X/Twitter nach rechts gedreht hat, ist Bluesky das Asyl für liberales Denken. IMAGO/Jonathan Raa/IMAGO/NurPhoto

Der vielleicht größte Vorteil des sozialen Netzwerkes Bluesky besteht darin, dass es dem Twitter von 2015 sehr viel ähnlicher ist als das Twitter von heute, das seit fast drei Jahren X heißt. Bluesky sieht nahezu genauso aus und es vermittelt einem, ganz wie das alte Twitter, das Gefühl, bei wichtigen Dingen dabei zu sein, die man sonst verpasst hätte. Man erfährt alles über die hygienischen Bedingungen in den amerikanischen Abschiebungslagern, über die Fortschritte beim Wendelstein 7-x und die Binnendebatten amerikanischer Hauptstadtjournalisten. Und vor allem bekommt man nicht ununterbrochen von Accounts, die man nie abonniert hat, aber auch nicht abbestellen kann, erklärt, dass „dunklere“ Menschen unkultivierter sind als helle, dass sie zu Gewalt neigen und im Begriff sind, unsere Heimat zu überrennen.

Die AfD liegt in Sachsen-Anhalt bei mehr als 40 Prozent. Wenn das demokratische System nicht kollabieren soll, muss sich der Umgang mit der Partei ändern – oder besser noch: die Verteilung des Wohlstands in Deutschland.

Lesen Sie mehr zum Thema

In anspruchsvollen Berufsfeldern im Stellenmarkt der SZ.

Sie möchten die digitalen Produkte der SZ mit uns weiterentwickeln? Bewerben Sie sich jetzt!Jobs bei der SZ Digitale Medien

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: