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25.03.2026
16:47 Uhr
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Außenminister Ignazio Cassis und der Schweiz wird oft vorgeworfen, keine klare Haltung zu zeigen. Nun aber stoppt Bern Waffenverkäufe an die USA. Dabei hatte man sich im Zollstreit gerade erst mit Washington geeinigt.

Ignazio Cassis, Chef des Schweizer Außendepartements, sucht seinen Weg durch die in Unordnung geratene Weltenlage. Georg Hochmuth/APA/dpa
Ignazio Cassis spricht, wenn er nach der aktuellen geopolitischen Lage gefragt wird, gerne von einer „Weltunordnung“. Unordnung, weil die regelbasierte Ordnung des Multilateralismus zunehmend von einer Renaissance der Machtpolitik abgelöst wird. In einem Interview mit der Aargauer Zeitung erklärte der Schweizer Außenminister, stellvertretende Bundespräsident und amtierende Vorsitzende der OSZE vor wenigen Tagen, welches Vorgehen er unter diesen Bedingungen für das Beste hält: „Provokativ gesagt: Wir müssen schauen, wie wir uns in dieser unruhigen Welt am besten durchwursteln können.“ Er sehe darin sogar „eine schweizerische Kernkompetenz“.
Die OSZE könnte nach einer Waffenruhe in der Ukraine deren Einhaltung überwachen. 2026 übernimmt die Schweiz den Vorsitz. Außenminister Ignazio Cassis will trotz des völkerrechtswidrigen Angriffskriegs mit Russland im Gespräch bleiben.
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