SZ 23.09.2026
11:19 Uhr

(+) Sachsen-Anhalt: Künftig kassiert die AfD keine Ordnungsrufe mehr, sondern verteilt sie


Nach ihrem Wahlsieg wird die Partei zum ersten Mal einen Landtagspräsidenten stellen – dank des BSW. Wer glaubt, in diesem Amt könne man kaum Schaden anrichten, wird sich noch wundern.

(+) Sachsen-Anhalt: Künftig kassiert die AfD keine Ordnungsrufe mehr, sondern verteilt sie

Die rechtsextreme AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gewonnen; ob sie demnächst auch regieren wird, weiß man noch nicht so genau. Sicher ist hingegen, dass sie bald das höchste protokollarische Amt im Land besetzen wird: das des Landtagspräsidenten. Das BSW hat zugesagt, der AfD dafür die notwendigen Stimmen zu liefern. Diese Tatsache ist in der öffentlichen Wahrnehmung fast ein wenig untergegangen angesichts von Kanzlerdämmerung und Wahlergebnissen, die auch die letzte bundesrepublikanische Gewissheit geschreddert haben. Dabei wird man zuerst im Magdeburger Landtag beobachten können, wie die AfD mit ihrer neu gewonnenen Macht umzugehen gedenkt.

In Sachsen-Anhalt dürfte zum ersten Mal in der bundesdeutschen Parlamentsgeschichte eine rechtsextreme Partei den Landtagspräsidenten stellen. Doch das reicht ihr noch nicht.

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