SZ 21.05.2026
11:36 Uhr

(+) SC Freiburg im Europa-League-Finale: So schrecklich, so wunderbar


Der SC Freiburg muss akzeptieren, gegen Aston Villa chancenlos gewesen zu sein. Und trotzdem ist das Fernziel die Rückkehr nach Istanbul für ein Finale – dann eben in der Conference League.

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Der Moment, in dem die Freiburger Spieler endlich den Rasen verlassen durften, war auch der Moment, in dem die Stadionregie eine der emblematischen Erkennungsmelodien von Aston Villa einspielte. Und während vor der englisch besetzten Nordkurve die gegnerischen Spieler mit dem Pokal tanzten und die Anhänger des Vereins aus Birmingham Yippeeh aye aaaayyyy und Yippeeh aye ooohhhh sangen, war das alte Westernlied von Johnny Cash auf einmal auch die passende Endspielhymne für die Verlierer aus Deutschland. So kamen sie sich ja auch gerade vor: Als Ghost Rider, als Geisterreiter, wenn auch nicht in the Sky, sondern am Bosporus. Die Minuten, in denen die Freiburger auf dem Rasen des Besiktas-Parks hatten verharren müssen, um dem Protokoll der Siegerehrung Genüge zu tun, müssen ihnen ungefähr wie die quälende Ewigkeit erschienen sein, in der die Gespenstercowboys im lyrischen Countrysong wieder und wieder die Rinder des Teufels zusammentreiben.

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