Als Joe Biden aus dem Präsidentenamt schied, warnte er in seiner fast vergessenen Abschiedsrede vor dem Entstehen einer ultrareichen demokratiebedrohenden Oligarchie in den USA. Was damals schon offen zutage lag, hat sich ein Jahr später endgültig realisiert: Der Oligarchie, vor der Biden zwar warnte, aber sie nicht wirksam in ihre Schranken gewiesen hatte, öffnete Donald Trump die Tore zu den Schaltern der Macht. Sie durfte im Namen von „DOGE“ durch den Staatsapparat pflügen, erhielt großzügige Steuersenkungen und stellt die algorithmische Infrastruktur für die Verwüstungstouren der ICE-Behörde. Weltweit wächst die Ungleichheit. Entstanden ist dabei eine kleine Schicht an Menschen, die nicht nur Einfluss auf Politik nimmt, sondern auch einen Lebensstil führt, der sich weitestgehend in eine Parallelwelt verabschiedet hat. Es ist eine Welt, die im Zwielicht größter Öffentlichkeit bei gleichzeitiger großer Verschlossenheit existiert. Evan Osnos, Journalist für den New Yorker, hat sich aufgemacht, diese Welt zu kartografieren.
