SZ 22.03.2026
12:24 Uhr

(+) Reportagen aus den USA: Reichtumskriminalität


Der Journalist Evan Osnos begibt sich auf die Spuren der Superreichen und findet überall oligarchische Geldvermehrer, spätrömische Dekadenz und Luxus-Prepper. Das ist alles nicht neu, schärft aber die Sinne für derlei demokratiefeindliche Umtriebe.

(+) Reportagen aus den USA: Reichtumskriminalität
Schon vor 100 Jahren ein Statussymbol: Al Capone angelt 1930 auf seiner Yacht. Scherl/Süddeutsche Zeitung Photo

Als Joe Biden aus dem Präsidentenamt schied, warnte er in seiner fast vergessenen Abschiedsrede vor dem Entstehen einer ultrareichen demokratiebedrohenden Oligarchie in den USA. Was damals schon offen zutage lag, hat sich ein Jahr später endgültig realisiert: Der Oligarchie, vor der Biden zwar warnte, aber sie nicht wirksam in ihre Schranken gewiesen hatte, öffnete Donald Trump die Tore zu den Schaltern der Macht. Sie durfte im Namen von „DOGE“ durch den Staatsapparat pflügen, erhielt großzügige Steuersenkungen und stellt die algorithmische Infrastruktur für die Verwüstungstouren der ICE-Behörde. Weltweit wächst die Ungleichheit. Entstanden ist dabei eine kleine Schicht an Menschen, die nicht nur Einfluss auf Politik nimmt, sondern auch einen Lebensstil führt, der sich weitestgehend in eine Parallelwelt verabschiedet hat. Es ist eine Welt, die im Zwielicht größter Öffentlichkeit bei gleichzeitiger großer Verschlossenheit existiert. Evan Osnos, Journalist für den New Yorker, hat sich aufgemacht, diese Welt zu kartografieren.

Der US-Autor Evan Osnos erkundet die Welt der Riesenvermögen, Gigayachten und Bunker. Er warnt, Superreiche wie Elon Musk gefährdeten die Demokratie. Europa dürfe nicht die Fehler der USA wiederholen.

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