SZ 02.07.2026
14:59 Uhr

(+) Reformpaket: Für Einigkeit ist fast kein Preis zu hoch


Bei ihren Herzensanliegen konnten sich im Koalitionsausschuss weder Union noch SPD durchsetzen. Warum nun trotzdem beide Seiten zufrieden sind.

(+) Reformpaket: Für Einigkeit ist fast kein Preis zu hoch
Im Grünen gut gestimmt: CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz, die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas und CSU-Chef Markus Söder schreiten in den Kanzlergarten. Michael Kappeler/dpa

Ein bisschen Glück gehört natürlich dazu. Mal angenommen, es hätte plötzlich geregnet an diesem Morgen in Berlin. Dann hätten sie die Stühle und Pulte wieder hereinholen müssen aus dem Garten des Kanzleramtes. Und Friedrich Merz hätte die Anwesenden nicht herzlich willkommen heißen können „an der frischen Luft“. Das Ergebnis des abendlichen Koalitionsausschusses, das vier Parteivorsitzende im Schatten eines mächtigen Eschen-Ahorns verkünden, umfasst 34 Punkte, soll Millionen Bürger entlasten und „für Aufschwung und Beschäftigung“ sorgen. Weil die Einzelheiten kompliziert, die Maßnahmen bestenfalls nach und nach spürbar werden, die Stimmung im Land sich aber vorzugsweise schlagartig bessern soll, müssen der blaue Himmel und der grüne Rasen mithelfen. Sonniger hat sich die schwarz-rote Koalition schon lange nicht präsentiert, vielleicht noch nie.

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