Licht an, Licht aus, entweder ist der leere Raum in Dunkelheit getaucht oder alle paar Sekunden seine Nacktheit erleuchtet. Eine Zeitschaltuhr steuert den Rhythmus aus Licht und Finsternis. Es handelt sich hier um Kunst, moderne Kunst. Die Installation des Briten Martin Creed stammt aus dem Jahr 2000, trägt den Titel „Work No. 227: The Lights Going On and Off“, was die Sache ziemlich präzise beschreibt und wenig Raum für Fantasie lässt: Das Licht geht halt an und aus, der Raum ist leer, Punkt. Im Jahr 2001 zeichnete eine Jury Creed für die Installation mit dem Turner-Preis aus, dem wichtigsten Kunstpreis Großbritanniens. Das An-aus-Werk gehört zur Sammlung der Tate Britain in London. Und so simpel die Installation ist, so leicht ist es auch, sich über sie lustig zu machen. Darin gleicht sie enorm vielen Werken der modernen Kunst, die Betrachter, sagen wir es vorsichtig: mit Fragen zurücklassen.
