SZ 04.05.2026
18:27 Uhr

(+) Psychologie: Wie find’ ich das?


Psychologen zeigen, wie sehr die Meinung von vermeintlichen Experten ästhetische Urteile über Kunst beeinflusst. Eine Gruppe ist davon besonders betroffen.

(+) Psychologie: Wie find’ ich das?
Kunst liegt oft im Auge des Betrachters: Besucher in der Ausstellung „The Woman Question 1550 – 2025“ im Museum of Modern Art in Warschau. Im Vordergrund: Vanessa Germans „The Blood & The Animals, The Mirror & The Sky, an Ode to the Un-language-able Truth of Is-ness“ (2017). Kacper Pempel/REUTERS

Licht an, Licht aus, entweder ist der leere Raum in Dunkelheit getaucht oder alle paar Sekunden seine Nacktheit erleuchtet. Eine Zeitschaltuhr steuert den Rhythmus aus Licht und Finsternis. Es handelt sich hier um Kunst, moderne Kunst. Die Installation des Briten Martin Creed stammt aus dem Jahr 2000, trägt den Titel „Work No. 227: The Lights Going On and Off“, was die Sache ziemlich präzise beschreibt und wenig Raum für Fantasie lässt: Das Licht geht halt an und aus, der Raum ist leer, Punkt. Im Jahr 2001 zeichnete eine Jury Creed für die Installation mit dem Turner-Preis aus, dem wichtigsten Kunstpreis Großbritanniens. Das An-aus-Werk gehört zur Sammlung der Tate Britain in London. Und so simpel die Installation ist, so leicht ist es auch, sich über sie lustig zu machen. Darin gleicht sie enorm vielen Werken der modernen Kunst, die Betrachter, sagen wir es vorsichtig: mit Fragen zurücklassen.

Die Hälfte der wach verbrachten Zeit schweift das Denken ab. Dabei lernt und arbeitet es sich schlechter, das Risiko für Unfälle steigt. Doch in diesem Zustand entstehen auch eigene, spontane Inhalte. Welche Tricks für Geistesblitze sorgen.

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