Es war bereits neun Uhr, als Luiz Inácio Lula da Silva vor seine Gäste im Hotel Renaissance in São Paulo trat. Brasiliens Präsident und Spitzenkandidat der Linken hatte sich Zeit gelassen – aus gutem Grund. Denn das Ergebnis der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien sah so ganz anders aus, als Lula da Silva erwartet hatte. „Ich gebe zu, ich war überzeugt, dass ich in der ersten Runde gewinnen würde“, sagte er äußerlich gut gelaunt, als er schließlich mit einem Megafon auf die Bühne trat.
