Marieke Reimann, geboren zwei Jahre vor der Wende in Rostock, stand zum ersten Mal in der öffentlichen Aufmerksamkeit, als sie mit 30 Jahren beim Onlinemagazin ze.tt zur damals jüngsten Chefredakteurin Deutschlands aufstieg. Drei Jahre später wurde sie Zweite Chefredakteurin des SWR, als erste Ostdeutsche in einer solchen Position im westdeutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wirklich bekannt machte sie dann aber ein Fernsehkommentar in den „Tagesthemen“ im Anschluss an die Europawahl 2024, in dem sie erklärte, warum es für sie keine Überraschung war, dass die AfD so stark abgeschnitten hatte. Der nicht einmal zwei Minuten lange Beitrag ging in den Wochen nach Ausstrahlung viral – und war für Reimann nach eigener Aussage Anlass für ihr neues Buch: „Zweite Wende“.
